(NB. In Musch besteht ein deutsches Waisenhaus für Knaben und ein zweites für Mädchen, und eine Poliklinik, die sogenannte ärztliche Station.)
Die Stadt Musch zählt 50000 Einwohner, von denen die eine Hälfte Armenier die andere Muhammedaner (Kurden, Türken); im Bezirk Musch etwa 300 Dörfer, meist armenisch.
Während des Winters wurde die männliche armenische Bevölkerung bei den Proviant- und Munitionskolonnen für den östlichen Kriegsschauplatz verwendet; von diesen Leuten kehrten nur die wenigsten zurück, von 2–300 im Durchschnitt kaum 50.
Im Frühling wurden die armenischen Dörfer zerstört, nachdem sie schon vorher durch Einquartierung und Requisitionen schwer heimgesucht waren.
Im Mai-Juni wurde Bitlis von Armeniern ausgeräumt.
Um Mitte Juni wurde der Alma Johansson und der Bodil Björn vom Mutesarrif eröffnet, daß die deutsche und türkische Regierung beschlossen hätten, alle Europäer nach Kharput zu senden.
Die Russen hatten nämlich auf ihrem Vormarsch von Wan aus Ahlat, Bulanik, Gop und Liz besetzt und ihre Patrouillen streiften in einer Entfernung von 1–2 Tagesmärschen von Musch.
Die beiden Schwestern weigerten sich aber, Musch zu verlassen.
Die Stadt war von Truppen umzingelt und Artillerie ringsum aufgefahren.