Ich kann nur sagen, wir haben alles getan, was wir konnten. Das äußerste, was uns übrig bliebe, wäre, das Bündnis mit der Türkei zu brechen. Sie werden verstehen, daß wir uns dazu nicht entschließen können. Höher als die Armenier, so sehr wir vom rein menschlichen Standpunkt aus ihr Los beklagen, stehen uns unsere Söhne und Brüder, die ihr teures Blut in den schwersten Kämpfen vergießen müssen und die mit auf die Unterstützung der Türken angewiesen sind. Denn die Türken leisten uns zur Deckung der Südostflanke wesentliche Dienste. Sie werden mit mir übereinstimmen, daß wir so weit nicht gehen können, den Türken, die wir tatsächlich durch unsere andauernden Vorstellungen in der armenischen Frage stark verstimmt haben, noch das Bündnis zu kündigen.
Oktober.
301.
(Kaiserliches
Konsulat Aleppo.)
Telegramm.
Aleppo, den 2. Oktober 1916.
An Deutsche Botschaft, Konstantinopel.
Auf Befehl von Konstantinopel erfolgen in Marasch, wo von 25000 Armeniern noch etwa 4000 verblieben waren, wieder neue Ausweisungen. 120 Familien sind seit dem 18. September verschickt, weitere sollen folgen.
Rößler.