»Gleichwie etwa, Bhūmijo, wenn ein Mann, der Sesamöl begehrt, Sesamöl sucht, auf Sesamöl ausgeht, einen Trog mit Sesammehl anfüllte und mit Wasser verrührte, verquirlte, verriebe; {262} mag der auch also mit Hoffnung bemüht sein, Sesamöl kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also ohne Hoffnung bemüht sein, Sesamöl kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also mit Hoffnung und ohne Hoffnung bemüht sein, Sesamöl kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also weder mit Hoffnung noch ohne Hoffnung bemüht sein, Sesamöl kann er doch wohl gewinnen: und warum das? Weil er, Bhūmijo, Sesamöl gewinnen von Grund aus versteht. Ebenso nun auch, Bhūmijo, können dergleichen Asketen oder Priester das Ziel doch wohl gewinnen: und warum das? Weil sie, Bhūmijo, das Ziel gewinnen von Grund aus verstehn.

»Gleichwie etwa, Bhūmijo, wenn ein Mann, der Milch begehrt, Milch sucht, auf Milch ausgeht, eine Kuh, die gekalbt hat, am Euter zu melken begänne; mag der auch also mit Hoffnung bemüht sein, Milch kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also ohne Hoffnung bemüht sein, Milch kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also mit Hoffnung und ohne Hoffnung bemüht sein, Milch kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also weder mit Hoffnung noch ohne Hoffnung bemüht sein, Milch kann er doch wohl gewinnen: und warum das? Weil er, Bhūmijo, Milch gewinnen von Grund aus versteht. Ebenso nun auch, Bhūmijo, können dergleichen Asketen oder Priester das Ziel doch wohl gewinnen: und warum das? Weil sie, Bhūmijo, das Ziel gewinnen von Grund aus verstehn.

{263} »Gleichwie etwa, Bhūmijo, wenn ein Mann, der Butter begehrt, Butter sucht, auf Butter ausgeht, Rahm in das Fass eingösse und mit dem Stämpel zu kernen begänne; mag der auch also mit Hoffnung bemüht sein, Butter kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also ohne Hoffnung bemüht sein, Butter kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also mit Hoffnung und ohne Hoffnung bemüht sein, Butter kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also weder mit Hoffnung noch ohne Hoffnung bemüht sein, Butter kann er doch wohl gewinnen: und warum das? Weil er, Bhūmijo, Butter gewinnen von Grund aus versteht. Ebenso nun auch, Bhūmijo, können dergleichen Asketen oder Priester das Ziel doch wohl gewinnen: und warum das? Weil sie, Bhūmijo, das Ziel gewinnen von Grund aus verstehn.

»Gleichwie etwa, Bhūmijo, wenn ein Mann, der Feuer begehrt, Feuer sucht, auf Feuer ausgeht, ein trockenes, ausgedörrtes Holzscheit mit dem Reibholze anzureiben begänne; mag der auch also mit Hoffnung bemüht sein, Feuer kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also ohne Hoffnung bemüht sein, Feuer kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also mit Hoffnung und ohne Hoffnung bemüht sein, Feuer kann er doch wohl gewinnen; mag der auch also weder mit Hoffnung noch ohne Hoffnung bemüht sein, Feuer kann er doch wohl gewinnen: und warum das? Weil er, Bhūmijo, Feuer gewinnen von Grund aus versteht. Ebenso nun auch, Bhūmijo, {264} können dergleichen Asketen oder Priester das Ziel doch wohl gewinnen: und warum das? Weil sie, Bhūmijo, das Ziel gewinnen von Grund aus verstehn. — Hättest du aber, Bhūmijo, diese vier Gleichnisse Jayaseno dem Königsohne dargestellt, ohne Zweifel wäre dann Jayaseno der Königsohn mit dir zufrieden geworden und hätte zufrieden dir zugestimmt.«

»Wie doch nur hätt’ ich, o Herr, Jayaseno dem Königsohne diese vier Gleichnisse darzustellen vermocht, die unzweifelhaften, nie zuvor gehörten, gleichwie etwa der Erhabene!«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Bhūmijo über das Wort des Erhabenen.[132]


127.

Dreizehnter Theil

Siebente Rede