Nach diesen Worten wandte sich der ehrwürdige Abhayakaccāno[137] also an den ehrwürdigen Anuruddho:

»Sehr schön, werther Anuruddho. Ich möchte nun hier noch eine fernere Frage stellen. Die Gottheiten, o Herr, die da glänzen, haben die alle einen bestimmten Glanz, oder giebt es wirklich auch Gottheiten, deren Glanz unermesslich ist?«

»Je nachdem, Bruder Kaccāno. Es giebt wohl manche Gottheiten von bestimmtem Glanze: es giebt aber auch manche Gottheiten, deren Glanz unermesslich ist.«

»Was ist nun, werther Anuruddho, der Anlass, was ist der Grund, dass unter Gottheiten, im selben Götterbereiche geboren, manche einen bestimmten Glanz aufweisen, und wiederum manche einen Glanz, der unermesslich ist?«

»Da will ich dir denn, Bruder Kaccāno, eben hierüber eine Frage stellen: wie es dir gutdünkt magst du sie beantworten. Was meinst du wohl, Bruder Kaccāno: wenn da jener Mönch einen einzelnen mächtigen Baum als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt; und ein anderer Mönch etwa noch zwei bis drei mächtige Bäume als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt: so ist nun welche von diesen beiden geistigen Uebungen die großartigere?«

»Wenn da, o Herr, ein Mönch etwa noch zwei bis drei mächtige Bäume als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt, so ist diese von den beiden geistigen {271} Uebungen die großartigere.«

»Was meinst du wohl, Bruder Kaccāno: wenn da jener Mönch etwa noch zwei bis drei mächtige Bäume als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt; und ein anderer Mönch ein einzelnes Wiesenfeld als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt: so ist nun welche von diesen beiden geistigen Uebungen die großartigere?«

»Wenn da, o Herr, ein Mönch ein einzelnes Wiesenfeld als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt, so ist diese von den beiden geistigen Uebungen die großartigere.«

»Was meinst du wohl, Bruder Kaccāno: wenn da jener Mönch ein einzelnes Wiesenfeld als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt; und ein anderer Mönch etwa noch zwei bis drei Wiesenfelder als ›großartig‹ aufgefasst hat und dabei sich beruhigt: so ist nun welche von diesen beiden geistigen Uebungen die großartigere?«