»Solche Sprache führt, ihr Mönche, der Vollendete. Bei solcher Sprache des Vollendeten, ihr Mönche, erweisen sich diese zehn entsprechenden Begriffe als recht.«
Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.[5]
102.
Elfter Theil
Zweite Rede
DIE FÜNF UND DIE DREI
Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche: »Ihr Mönche!« — »Erlauchter!« antworteten da jene Mönche dem Erhabenen aufmerksam. Der Erhabene sprach also:
»Es giebt, ihr Mönche, einige Asketen und Priester, die der Zukunft anhängen, der Zukunft nachsinnen, {26} über die Zukunft mancherlei Glaubenslehren verkünden. ›Bewusst ist die Seele, genesen nach dem Tode‹: das verkünden die einen. ›Unbewusst ist die Seele, genesen nach dem Tode‹: das verkünden die anderen. ›Weder bewusst noch unbewusst ist die Seele, genesen nach dem Tode‹: das verkünden die einen. Des lebendigen Leibes Auflösung, Zerstörung, Vernichtung verkünden wiederum andere und das höchste Glück bei Lebzeiten. Dass die Seele zwar beharre, genesen nach dem Tode, der lebendige Leib aber der Auflösung, Zerstörung, Vernichtung erliege, verkünden wiederum andere und das höchste Glück bei Lebzeiten. So verhalten sich hier die Fünf zu den Dreien wie sich die Drei zu den Fünfen verhalten: das ist die Darstellung der Fünf und der Drei.