»Gewiss, o Herr!« sagte da aufmerksam der ehrwürdige Ānando zum Erhabenen. Der Erhabene sprach also:

»Vier Arten von Menschen, Ānando, finden sich hier in der Welt vor: welche vier? Da ist, Ānando, einer, der ist ein Mörder und Dieb, ein Wüstling, Lügner, Verleumder, ein Zänker und Schwätzer, voll Gier und Hass und Eitelkeit: der gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt; da ist wieder, Ānando, einer, der ist ein Mörder und Dieb, ein Wüstling, Lügner, Verleumder, ein Zänker und Schwätzer, voll Gier und Hass und Eitelkeit: der gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte, in himmlische Welt; {359} da ist, Ānando, einer, der ist kein Mörder und Dieb, kein Wüstling, Lügner, Verleumder, kein Zänker und Schwätzer, nicht begehrlich, nicht gehässig, recht gesinnt: der gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte, in himmlische Welt; und da ist, Ānando, einer, der ist kein Mörder und Dieb, kein Wüstling, Lügner, Verleumder, kein Zänker und Schwätzer, nicht begehrlich, nicht gehässig, recht gesinnt: der gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt.

»Da hat, Ānando, irgend ein Asket oder Priester in heißer Buße, in stetem Kampfe, in ernster Uebung, in unermüdlichem Eifer, in tiefer Bedachtsamkeit eine geistige Einigung errungen, wo er innig im Herzen mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, jenen Menschen erblickt, der da ein Mörder und Dieb gewesen, ein Wüstling, Lügner, Verleumder, ein Zänker und Schwätzer, voll Gier und Hass und Eitelkeit, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt. Der sagt sich nun: ›Es giebt ja wahrlich böse Thaten, es giebt eine Ernte schlechter Handlungen: hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der da also übel gewandelt war, {360} wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt.‹ Der sagt sich nun: ›Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab. Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss.‹ So wird er was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes.‹

»Da hat wieder, Ānando, irgend ein Asket oder Priester in heißer Buße, in stetem Kampfe, in ernster Uebung, in unermüdlichem Eifer, in tiefer Bedachtsamkeit eine geistige Einigung errungen, wo er innig im Herzen mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, jenen Menschen erblickt, der da ein Mörder und Dieb gewesen, ein Wüstling, Lügner, Verleumder, ein Zänker und Schwätzer, voll Gier und Hass und Eitelkeit, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt. Der sagt sich nun: ›Es giebt ja wahrlich keine bösen Thaten, es giebt keine Ernte schlechter Handlungen: hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der also übel gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt.‹ Der sagt sich nun: ›Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf. Die das erkennen, erkennen recht: {361} die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss.‹ So wird er was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes.‹

»Da hat, Ānando, irgend ein Asket oder Priester in heißer Buße, in stetem Kampfe, in ernster Uebung, in unermüdlichem Eifer, in tiefer Bedachtsamkeit eine geistige Einigung errungen, wo er innig im Herzen mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, jenen Menschen erblickt, der da kein Mörder und Dieb gewesen, kein Wüstling, Lügner, Verleumder, kein Zänker und Schwätzer, nicht begehrlich, nicht gehässig, recht gesinnt, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt. Der sagt sich nun: ›Es giebt ja wahrlich günstige Thaten, es giebt eine Ernte guter Handlungen: hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt.‹ Der sagt sich nun: ›Wer da wahrlich also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf. Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss.‹ So wird er was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes.‹

{362} »Da hat wieder, Ānando, irgend ein Asket oder Priester in heißer Buße, in stetem Kampfe, in ernster Uebung, in unermüdlichem Eifer, in tiefer Bedachtsamkeit eine geistige Einigung errungen, wo er innig im Herzen mit dem himmlischen Auge, dem geläuterten, über menschliche Gränzen hinausreichenden, jenen Menschen erblickt, der da kein Mörder und Dieb gewesen, kein Wüstling, Lügner, Verleumder, kein Zänker und Schwätzer, nicht begehrlich, nicht gehässig, recht gesinnt, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt. Der sagt sich nun: ›Es giebt ja wahrlich keine günstigen Thaten, es giebt keine Ernte guter Handlungen: hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt.‹ Der sagt sich nun: ›Wer da wahrlich also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab. Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss.‹ So wird er was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes.‹

»Hat da nun, Ānando, ein Asket oder ein Priester gesagt: ›Es giebt ja wahrlich böse Thaten, es giebt eine Ernte schlechter Handlungen‹, so gesteh’ ich ihm das zu. Wenn er dann weiter sagt: ›Hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der da übel gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, abwärts gerathen ist, auf schlechte Fährte, zur Tiefe hinab, in höllische Welt‹, so gesteh’ ich ihm auch das zu. Wenn er aber dann sagt: {363} ›Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinab‹, so gesteh’ ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: ›Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntniss, Ānando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.

»Hat da nun, Ānando, ein Asket oder ein Priester gesagt: ›Es giebt ja wahrlich keine bösen Thaten, es giebt keine Ernte schlechter Handlungen‹, so gesteh’ ich ihm das nicht zu. Wenn er aber dann sagt: ›Hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der also übel gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt‹, so gesteh’ ich ihm das zu. Wenn er aber dann sagt: ›Wer da wahrlich also übel gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf‹, so gesteh’ ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: ›Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntniss, Ānando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.

{364} »Hat da nun, Ānando, ein Asket oder ein Priester gesagt: ›Es giebt ja wahrlich günstige Thaten, es giebt eine Ernte guter Handlungen‹, so gesteh’ ich ihm das zu. Wenn er dann weiter sagt: ›Hab’ ich doch jenen Menschen erblickt, der also wohl gewandelt war, wie er, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte gerathen ist, in himmlische Welt‹, so gesteh’ ich ihm auch das zu. Wenn er aber dann sagt: ›Wer da also wohl gewandelt ist, ein jeder solche gelangt, bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, da hinauf‹, so gesteh’ ich ihm das nicht zu. Wenn er dann weiter sagt: ›Die das erkennen, erkennen recht: die anders erkennen, haben falsche Erkenntniss‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu. Wenn er dann was er eben selbst erkannt, selbst gesehn, selbst gefunden hat eben einzig dabei beharrlich pflegen, sich aneignen, behaupten mag: ›Dies nur ist Wahrheit, Unsinn anderes‹, so gesteh’ ich ihm auch das nicht zu; und warum nicht? Weil die Erkenntniss, Ānando, bei des Vollendeten mächtiger Kennzeichnung der Werke eine andere ist.