Dann begab er sich zum ehrwürdigen Sāriputto hin, bot ehrerbietigen Gruß dar und setzte sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sprach er also zum ehrwürdigen Sāriputto:

»Anāthapiṇḍiko, o Herr, der Hausvater, ist unwohl, leidend, schwerkrank: er bringt dem ehrwürdigen Sāriputto zu Füßen Gruß dar; und er lässt sagen, gut wär’ es, o Herr, wenn der ehrwürdige Sāriputto sich zur Wohnung Anāthapiṇḍiko des Hausvaters begeben wollte, von Mitleid bewogen.«

Schweigend gewährte der ehrwürdige Sāriputto die Bitte.

Und der ehrwürdige Sāriputto rüstete sich, nahm Mantel und Schaale und begab sich, gefolgt vom ehrwürdigen Ānando, zur Wohnung Anāthapiṇḍiko des Hausvaters. Dort angelangt nahm er auf dem dargebotenen Sitze Platz. Und er wandte sich also an Anāthapiṇḍiko den Hausvater:

»Fühlst du dich, Hausvater, schon wohler, geht es dir etwas besser, nehmen die Schmerzen wieder ab und nicht zu, merkt man, dass sie nachlassen und nicht zunehmen?«

»Nicht fühl’ ich mich, werther Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, {425} heftig nehmen die Schmerzen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen. Gleichwie etwa, werther Sāriputto, wenn ein starker Mann mit scharfer Dolchspitze die Schädeldecke zerhämmerte, ebenso nun auch, werther Sāriputto, schlagen mir überheftige Strömungen auf die Schädeldecke auf: nicht fühl’ ich mich, werther Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, die heftigen Schmerzen nehmen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen. Gleichwie etwa, werther Sāriputto, wenn ein starker Mann feste Riemenstränge auf dem Kopfe peitschend tanzen ließe, ebenso nun auch, werther Sāriputto, hab’ ich im Kopfe betäubende Kopfgefühle: nicht fühl’ ich mich, werther Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, die heftigen Schmerzen nehmen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen. Gleichwie etwa, werther Sāriputto, wenn ein geschickter Schlächter oder Schlächtergeselle mit scharfem Schlachtmesser den Bauch durchschlitzte, ebenso nun auch, werther Sāriputto, schneiden mir überheftige Strömungen durch den Bauch: nicht fühl’ ich mich, werther Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, die heftigen Schmerzen nehmen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen. Gleichwie etwa, werther Sāriputto, wenn zwei starke Männer einen schwächeren Mann an beiden Armen ergriffen und in eine Grube voll glühender Kohlen hineinquälten, hineinrollten, ebenso nun auch, werther Sāriputto, hab’ ich im Körper überheftig glühende Quaal: nicht fühl’ ich mich, werther Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, heftig nehmen die Schmerzen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen.«

{426} »Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Das Auge werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an das Auge gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Das Ohr werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an das Ohr gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Die Nase werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an die Nase gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Die Zunge werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an die Zunge gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Den Leib werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an den Leib gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Den Geist werd’ ich nicht anhangen lassen, und nicht an den Geist gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.

»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Form werd’ ich anhangen, und keiner Form verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Tone werd’ ich anhangen, und keinem Tone verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Dufte werd’ ich anhangen, und keinem Dufte verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Safte werd’ ich anhangen, und keinem Safte verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Tastung werd’ ich anhangen, und keiner Tastung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Dinge werd’ ich anhangen, und keinem Dinge verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.

»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Sehbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Sehbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: {427} ›Keinem Hörbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Hörbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Riechbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Riechbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Schmeckbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Schmeckbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Tastbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Tastbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem Denkbewusstsein werd’ ich anhangen, und keinem Denkbewusstsein verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.

»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Sehberührung werd’ ich anhangen, und keiner Sehberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Hörberührung werd’ ich anhangen, und keiner Hörberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Riechberührung werd’ ich anhangen, und keiner Riechberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Schmeckberührung werd’ ich anhangen, und keiner Schmeckberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Tastberührung werd’ ich anhangen, und keiner Tastberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keiner Denkberührung werd’ ich anhangen, und keiner Denkberührung verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.