»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Sehberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Sehberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Hörberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Hörberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Riechberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Riechberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Schmeckberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Schmeckberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Tastberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Tastberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Keinem durch Denkberührung entstandenen Gefühle werd’ ich anhangen, und keinem durch Denkberührung entstandenen Gefühle verbunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.
»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Erdenart werd’ ich nicht anhangen, und nicht an Erdenart gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: {428} ›Der Wasserart werd’ ich nicht anhangen, und nicht an Wasserart gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Feuerart werd’ ich nicht anhangen, und nicht an Feuerart gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Luftart werd’ ich nicht anhangen, und nicht an Luftart gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Raumart werd’ ich nicht anhangen und nicht an Raumart gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Art des Bewusstseins werd’ ich nicht anhangen, und nicht an Art des Bewusstseins gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.
»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Form werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die Form gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Dem Gefühle werd’ ich nicht anhangen, und nicht an das Gefühl gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Wahrnehmung werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die Wahrnehmung gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Den Unterscheidungen werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die Unterscheidungen gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Dem Bewusstsein werd’ ich nicht anhangen, und nicht an das Bewusstsein gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.
»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der unbegränzten Raumsphäre werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die unbegränzte Raumsphäre gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der unbegränzten Bewusstseinsphäre werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die unbegränzte Bewusstseinsphäre gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Nichtdaseinsphäre werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die Nichtdaseinsphäre gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Der Gränzscheide möglicher Wahrnehmung werd’ ich nicht anhangen, und nicht an die Gränzscheide möglicher Wahrnehmung gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.
»Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Nicht dieser Welt werd’ ich anhangen, und nicht an diese Welt gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Nicht jener Welt werd’ ich anhangen, und nicht an jene Welt gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben. {429} Da hast du denn, Hausvater, dich also zu üben: ›Und was ich gesehn, gehört, gedacht, erkannt, untersucht, im Geiste erforscht habe, auch daran werd’ ich nicht hangen, und nicht daran gebunden sein wird mein Bewusstsein‹: also hast du dich, Hausvater, wohl zu üben.«
Auf diese Rede kam Anāthapiṇḍiko den Hausvater Seufzen an und Thränen traten ihm in die Augen. Da wandte sich denn der ehrwürdige Ānando also an Anāthapiṇḍiko den Hausvater:
»Beruhige dich, o Hausvater, beschwichtige dich, o Hausvater!«
»Ich kann mich, werther Ānando, nicht beruhigen, nicht beschwichtigen: hab’ ich doch lange Zeiten hindurch dem Meister gedient und geistesmächtigen Mönchen, und habe nie zuvor eine so tief gedachte Rede vernommen.«
»Es ist, o Hausvater, weiß gekleideten Hausleuten so tief gedachte Rede nicht klar genug: Asketen, Hausvater, ist sie klar genug.«
»Doch mag eben, werther Sāriputto, auch weiß gekleideten Hausleuten so tief gedachte Rede klar genug sein. Es giebt ja, werther Sāriputto, edle Söhne, die nicht ganz verdorben sind: hören die solche Dinge nicht, verlieren sie sich; die werden es verstehn.«