Da begab sich denn der ehrwürdige Sāriputto gegen Abend, nach Aufhebung der Gedenkensruhe, dorthin wo der ehrwürdige Mahācundo weilte, und er sprach also zu ihm:

»Komm’, Bruder Cundo, wir wollen den ehrwürdigen Channo besuchen, {432} nach seinem Befinden uns erkundigen.«

»Gern, Bruder!« erwiderte da der ehrwürdige Mahācundo, dem ehrwürdigen Sāriputto gehorchend.

Und der ehrwürdige Sāriputto begab sich nun mit dem ehrwürdigen Mahācundo dorthin wo der ehrwürdige Channo weilte. Dort angelangt tauschten sie höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit einander und setzten sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend wandte sich nun der ehrwürdige Sāriputto also an den ehrwürdigen Channo:

»Fühlst du dich, Bruder Channo, schon wohler, geht es dir etwas besser, nehmen die Schmerzen wieder ab und nicht zu, merkt man, dass sie nachlassen und nicht zunehmen?«

»Nicht fühl’ ich mich, Bruder Sāriputto, wohler, es geht mir nicht besser, heftig nehmen die Schmerzen zu und nicht ab, man merkt, dass sie zunehmen und nicht nachlassen. — {433} Zur Waffe, Bruder Sāriputto, werde ich greifen[202], nicht länger begehr’ ich das Leben.«

»Nicht möge der ehrwürdige Channo zur Waffe greifen, fristen möge sich der ehrwürdige Channo, wir bitten den ehrwürdigen Channo sich zu fristen. Wenn der ehrwürdige Channo geeigneter Nahrung ermangelt, so werde ich dem ehrwürdigen Channo geeignete Nahrung zu verschaffen suchen; wenn der ehrwürdige Channo geeigneter Arzenei ermangelt, so werde ich dem ehrwürdigen Channo geeignete Arzenei zu verschaffen suchen; wenn der ehrwürdige Channo entsprechender Aufwartung ermangelt, so werde ich dem ehrwürdigen Channo Aufwärter sein. Nicht möge der ehrwürdige Channo zur Waffe greifen, fristen möge sich der ehrwürdige Channo, wir bitten den ehrwürdigen Channo sich zu fristen.«

»Nein, Bruder Sāriputto, ich ermangle keiner geeigneten Nahrung, ermangle keiner geeigneten Arzenei, ermangle keiner entsprechenden Aufwartung. Doch ist nun, Bruder Sāriputto, {434} der Meister seit langem bedient, anmuthig nur, nicht unmuthig: das kommt ja, Bruder Sāriputto, einem Jünger zu, dass er den Meister nur anmuthig bediene, nicht unmuthig. ›Untadelhaft wird Channo der Mönch zur Waffe greifen‹: das magst du, Bruder Sāriputto, also dir merken.«

»Wir hätten noch einige Fragen an den ehrwürdigen Channo, wenn uns der ehrwürdige Channo darauf Antwort geben will.«

»Frage, Bruder Sāriputto: dann werden wir sehn.«