[96] Wie hier und oft devā dīghāyukā hat EMPEDOKLES θεοι δολιχαιωνες, den αθανατοισιν HOMERS und der anderen entgegen, gesagt: ist also identische Uebersetzung. — Wenn man die vornehmlich indischen Bilder und Gleichnisse, in die EMPEDOKLES seine Lehre gekleidet hat, und nun noch das obige, an sich zwar belanglose, eben darum aber so vielsagende Paralipomenon betrachtet, lässt sich die Vermuthung eines auch historischen Zusammenhanges, bez. frühen Verkehrs zwischen Hindustan und Magna Graecia — durch Ariana-Media, Syrien-Aegypten — nicht mehr verschweigen.

[97] paranimmitavasavattino devā ͠= sa brahmaṇaḥ para etā bhavati... akṣayyam aparimitam anāmayaṃ sukham aśnute: Maitryupaniṣat IV, i. 4.

[98] Lies . — Nb. die Uebereinstimmung mit dem wunderbaren Puruṣasūktam, Ṛgvedas X, 90, 1: Sahasraśīrṣā puruṣaḥ... bhūmiṃ viśvato vṛtvā atyatiṣṭhad daśāṉgulaṃ. Die wahre Bedeutung von vṛtvā hier ergiebt sich aus unserem entsprechenden pharitvā. Vergl. WESTERGAARDS Radices s. v. vṛ No. 4 ferre. — Bhagavadgītā X, 42.

[99] Es ist das ursprüngliche subho jotimā wiederherzustellen, wie die ed. Siam., e. g. vol. II. p. 333, richtig hat. — Vergl. dosinā-jyotsnā.

[100] Ebenso hat PINDAR in der vierten Nemeonike i. f. ὁ χρυτος ἑψομενος αυγας εδειξεν ἁπασας, und die erste Olympionike begonnen: ὁ δε χρυσος αιθομενον πυρ ἁτε διαπρεπει νυκτι μεγανορος εξοχα πλουτου. Ein gleiches Bild dann bei unserem GOTTFRIED, Tristan, v. 12944f.:

in dem tigele gebrant

Und geliutert als ein golt.

[101] Das Leitmotiv dieser Rede, das Thema von der Allmacht der Uebung, wird auch am Ende von Gautamas’ Dharmaśāstram intoniert, bei Manus VI, 80 phrasiert. Es ist im Abendlande vielleicht von keinem so innig erkannt und bekräftigt worden wie vom großen DIOGENES: ουδεν γε μην ελεγε το παραπαν εν τῳ βιῳ χωρις ασκητεως κατορθουσθαι, δυντην δε ταυτην παν εκνικησαι, DIOG. LAERT. VI, 71. Vor ihm hatte schon PERIANDROS gesagt: Μελετη το παν.