Eine Art Auszug der großen Elephantenperipetie, oben S. 261–267, giebt Vers 320–324 des Dhammapadam. Cf. auch die anderen Elephantenparabeln, wie z. B. in der 61. u. 66., 27. u. 28. Rede. Das Muster der letzteren ist, nebenbei bemerkt, wörtlich in das Mahābhāratam aufgenommen worden, XII, 63, 25: Yathā hastipade padāni saṃlīyante sarvasattvodbhavāni, evaṃ dharmān rājadharmeṣu sarvān etc.
Zum Gleichnisse von den gebändigten und den ungebändigten Rossen, S. 258, cf. DIOG. LAERT. II, 69: Ερωτηθεις (Αριστιππος), τινι διαφερουσιν οἱ πεπαιδευμενοι των απαιδευτον, εφη· Ὡσπερ οἱ δεδαμασμενοι ἱπποι των αδαμαστον. Schon SOKRATES, im Gorgias p. 516: Ουκουν οἱ γε δικαιοι ἡμεροι, ὡς εφη Ὁμηρος. Aber geradezu emblematisch genau, bis in die Einzelheiten entsprechend, ist es im unerschöpflichen MAKARIOS wiederzufinden, als Thema seiner 23. Homilie, § 2–3.
Ueber die Bedeutung von saṉkhalikhitam »Punkt für Punkt«, S. 264, hat neuerdings LUDWIG in der Wiener Zeitschr. f. d. Kunde des Morgenl. Bd. 15 S. 307–310 geschrieben. Seine durch eine Glosse des Viśvalocanas angeregte, recht moderne Ableitung von śaṉkhas, dem Schläfenschwibbogen, ist nicht ohne Geist, doch bei dem hohen Alter des überlieferten brahmacariyaṃ saṉkhalikhitam unhaltbar. Eine mögliche Etymologie findet man Ende der 48. Rede Anmerk. 36, Lieder der Mönche S. 336: wahrscheinlich wird aber die in der 3. Anmerkung des 2. Bandes gegebene besser begründet sein. — Als letzten Ausläufer des saṉkhalikhitam kann man das Muschelabzeichen auch noch unserer heutigen Wallfahrer betrachten: ein längst vergessenes Symbol strenger Asketenschaft, das auf die jakobitischen Mönche des 6. Jahrh. und daher wohl auf ihren Stifter IAKOBOS ZANZALOS zurückreicht, der als Eremit in der Fetzenkutte Syrien durchzogen und viele Jünger hinterlassen hatte, Nachfolger in Aegypten, Arabien, Persien bis in die Zeiten der Kreuzzüge; woher dann endlich jenes ursprünglich indische, auf den ältesten Skulpturen schon dargestellte Büßerwappen, freilich arg verkannt, uns überkommen ist. Noch im 17. Jahrh. sind übrigens unter den »Muschelträgern« an sich die »Jakobsbrüder« verstanden worden, so im Simplicissimus; während es im Tasso, vorletzter Auftritt, mehr allgemein anschaulich heißt:
Die Pilgermuschel und den schwarzen Kittel,
Den langen Stab erwählst du dir und gehst
Freiwillig arm dahin.
By his cockle hat and staff
And his sandal shoon.