Imgleichen hat er, als höchstes Lob Horatios, blood and judgment well commingled, Hamlet III, 2, 74; während SIMONIDES den ganzen Begriff anmuthig epigraphiert, fragm. 116:

ουδε καλας σοφιας εστιν φαρις,

ει μη τις εχει σεμναν ὑγιειαν.

[158] Der viermächtige Heerbann, caturaṉginī senā, das caturaṉgam balam der Smṛti, stellt die gesammte Kriegsmacht, und zwar Wagen-, Elephanten-, Reiter- und Fußtruppen dar: ist in der Skulptur mit Vorliebe, besonders gelungen und oft prachtvoll zu Amarāvati, behandelt; und wie bei unserem ALEXANDER, ATTILA, NAPOLEON auch in Indien selbstverständliches Attribut des Erderoberers, von der mythischen Larve des Naciketās bis zur historischen Person Asokos. Purāṇischer Ueberlieferung entstammt es, dass der Titel cakkavattī populär geworden und noch heute nicht selten als cognomen erscheint, eben wie bei uns der Name »Kaiser«. — Hier sei noch eine andere Eigenheit eines cakkavattī besser untersucht, zu Bd. 2, 1. Aufl. S. 520. Bei der Wiedergabe von jālahatthapādo war ich unvorsichtig genug einmal einer kommentariellen Tradition gefolgt, die von den fein verschlungenen Linien der Hand- und Fußflächen redet und sie einem Filigrangeflechte ähnlich beschreibt. In Wahrheit aber müssen auch hier die scholastischen Interpreten abgewiesen und die klassischen Texte zur Erklärung herangezogen werden. In der ersten Hälfte des letzten Aktes der S̀akuntalā wird nämlich unser obiges Merkmal eines dhammarājā oder cakkavattī richtig und naturgemäß der aufblühenden Lotusknospe verglichen, wo die aufstrebenden schlanken Blätter den Fingern und die unten zusammenhaltenden Blatthäutchen der Bindehaut am Ursprung der Finger entsprechen. Bei wem sich ein solches Merkmal vollkommen schön entwickelt zeigt, der mag, nach indischer Idealphysiognomik, die Laufbahn eines Welteroberers oder aber eines Weltüberwinders vollenden. So ruft denn der König, als er seines noch unerkannten, löwenwürgenden Heldenknaben emporgestreckte Hand mit der rosig durchsichtigen Bindehaut zwischen den Fingern wahrgenommen, freudig erregt aus: kathaṃ, cakravartilakṣaṇam apy anena dhāryate, tathā hy asya

pralobhyavastupraṇayaprasārito

vibhāti jālagrathitāṉguliḥ karaḥ,

alakṣyapatrāntaram iddharāgayā

navoṣasā bhinnam ivaikapaṉkajam.

Jālahatthapādo kho pana so bhavaṃ Gotamo heißt daher: »Eine Bindehaut aber an Händen und Füßen hat er, der Herr Gotamo.« — Vergl. noch die als Ausnahme einmal gute Parallele im VII. Kapitel des Lalitavistaras: jālāṉgulihastapādaḥ.