Ayer fuí señor de España,
Y hoy no tengo una almena
Que pueda decir que es mia.
[176] Hier vergl. man die 57. Rede; sowie auch der 98sten drittletzten Vers, kammunā vattatī loko: vielleicht zeigt dieser Ausspruch, nächst den zur 57. Rede beigebrachten orakelartigen Stellen der Bṛhadāraṇyakopaniṣat, die früheste und ergo schärfste Prägung des faustischen Wortes: »Im Anfang war die That.« — Genau entsprechend hat der Pythagoriker TIMAIOS gelehrt: ταν ψυχαν των μεν δειλων ες γυναικεια σκανεα ποθ’ ὑβριν εκδιδομενα, των δε μιαιφονων ες θηριων σωματα ποτι κολασιν, λαγνων δ’ ες συων η καπρων μορφας, κουφων δε και μετεωρων ες πτηνων αεροπορων, αργων δε αι απρακτων αμαθων τε και ανοητων ες ταν των ενυδρων ιδεαν, De anima mundi i. f. Eine solche Palingenesie hat auch LAO-TSE, Kap. 23, dargestellt; ja sogar unser MEISTER ECKHART, p. 333, 334, 589, der mit siegreicher Geisteskraft ausführt, wie die Natur aus einem Kraut, das im Garten wächst, allmälig den Menschen zu entwickeln vermag: den Menschen, der „aller Kreatur Wesen hat, mit den Steinen, mit den Bäumen, und fürbass mit allen anderen Kreaturen.“ In diesem Sinne will er auch seine 56., so geheimnissvolle, aus verborgenster Tiefe schöpfende Rede verstanden wissen, mit dem indo-aegypto-empedokleischen Thema: »Daz edelste, daz an dem menschen ist, daz ist bluot, sô ez wol wil; aber daz ergeste, daz an dem menschen ist, daz ist bluot, sô ez übel wil.« — Vergl. noch die schöne Stelle in JAKOBS Ep. 3, 13: Τις σοφος και επιστημων εν ὑμιν, δειξατω εκ της καλης αναστροφης τα εργα αυτου εν πραϋτητι σοφιας, und insbesondere ib. 17 mit oben S. 366 dem Uebergange, der zur Anmuth führt.
[177] Vergl. der 124. Rede Anfang, S. 251: und wiederum der 85. Rede Ende, S. 471. — Beide modi sind pariyāyena anwendbar, nach Dhammapadam v. 64 u. 65, oder weil, nach HIPPOKRATES, ὁ βιος βραχυς, ἡ δε τεχνη μακρη, ὁ δε καιρος οξυς, ἡ δε πειρα σφαλερη, ἡ δε κρισις χαλεπη, Aphor. I, 1.
[178] Diese knappe, so kühn wie besonnen dargestellte Logik aller Möglichkeit ist zwar oft versucht worden, hat aber in der wichtigsten Frage, aus Mangel deutlicher Begriffe, nur paradoxe Thesen ergeben; so z. B. bei MAKARIOS, nach FLOSS p. 148, »qui se ipsum cogit ad omnia, is est monachus«, bei ECKHART p. 358 u. 447, wo er sagt: »Socrates sprichet, daz tugende machent unmüglîchiu dinc müglich.« Cf. noch Lieder der Mönche v. 536 Anm. Negativ aber doch identisch ist auch der, freilich trivial gewordene, Satz LESSINGS »Kein Mensch muss müssen.« Erst in der Lehre von der Vereinigung der Natur und Freiheit, der größten aller Leistungen des menschlichen Tiefsinns, wie SCHOPENHAUER sie nennt, hat KANT die vollkommene Auflösung und Ausführung des Problems gegeben.
Zur heißen Busse, ātappam etc. S. 376–378, cf. das vedische tapas, bez. die ebenso übermächtigende dīkṣā, von √dakṣ tüchtig sein: entspricht der ασκησις, bez. μελετη in der Anmerkung 101; auch dem αναμιμνησκεσθαι, σοχιαν τε και αρετην ασκειν PLATONS, und nicht minder GOETHES
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