»Und so ist der Gewinn des Asketenthums, ihr Mönche, nicht Almosen, Ehre und Ruhm, nicht Ordenstugend, nicht Glück der Selbstvertiefung, nicht Wissensklarheit. Jene unerschütterliche Gemütherlösung aber, ihr Mönche, das ist der Zweck, dies, ihr Mönche, ist das Asketenthum, das ist der Kern, das ist das Ziel.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.


30.

Dritter Theil

Zehnte Rede

DAS GLEICHNISS VOM KERNHOLZ
– II –

{198} Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Da nun begab sich der Brāhmane Piṉgalakoccho dorthin wo der Erhabene weilte, wechselte höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit dem Erhabenen und setzte sich zur Seite nieder. Hierauf nun sprach der Brāhmane Piṉgalakoccho zum Erhabenen also:

»Die da, o Gotamo, Asketen und Priester sind, von zahlreichen Jüngern und Anhängern umschaart, Häupter der Schulen, bekannte, gefeierte Bahnbrecher, die viel bei den Leuten gelten, als wie Pūraṇo Kassapo, Makkhali Gosālo, Ajito Kesakambalo, Pakudho Kaccāyano, Sañjayo Belaṭṭhaputto, Nigaṇṭho Nāthaputto[24], haben alle die, wie ein jeder versichert, verstanden, oder haben alle eben nichts verstanden? Oder aber haben die einen verstanden, und die anderen nichts verstanden?«