»Freilich, Bruder!« antworteten da jene Mönche dem ehrwürdigen Sāriputto aufmerksam. Der ehrwürdige Sāriputto sprach also:
»Da pflegen, ihr Brüder, die Jünger des einsam weilenden Meisters der Einsamkeit nicht; und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie nicht; und anspruchsvoll werden sie und aufdringlich, suchen vor allem Gesellschaft, fliehen die Einsamkeit als lästige Last. Somit, ihr Brüder, gereichen drei Fälle den älteren Mönchen zur Schande: ›Der Meister weilt einsam zurückgezogen, aber die Jünger pflegen der Einsamkeit nicht‹, das ist der erste Fall, der den älteren Mönchen zur Schande gereicht; ›und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie nicht‹, das ist der zweite Fall, der den älteren Mönchen zur Schande gereicht; ›und anspruchsvoll sind sie und aufdringlich, suchen vor allem Gesellschaft, fliehen die Einsamkeit als lästige Last‹, das ist der dritte Fall, der den älteren Mönchen zur Schande gereicht. Den älteren Mönchen also, Brüder, gereichen diese drei Fälle zur Schande. Und den mittleren Mönchen, Brüder, und den neuen Mönchen, Brüder, gereichen drei Fälle zur Schande: ›Der Meister weilt einsam zurückgezogen, aber die Jünger pflegen der Einsamkeit nicht‹, das ist der erste Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Schande gereicht; ›und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie nicht‹, das ist der zweite Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Schande gereicht; ›und anspruchsvoll sind sie und aufdringlich, suchen vor allem Gesellschaft, fliehen die Einsamkeit als lästige Last‹, das ist der dritte Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Schande gereicht. Den mittleren Mönchen also, Brüder, den neuen Mönchen also, Brüder, gereichen diese drei Fälle zur Schande. Das ist die Art, ihr Brüder, wie die Jünger des einsam weilenden Meisters Einsamkeit scheuen.
»Wie wird nun, ihr Brüder, von den Jüngern des einsam weilenden Meisters Einsamkeit geübt? {15} Da pflegen, ihr Brüder, die Jünger des einsam weilenden Meisters der Einsamkeit; und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie; und sie werden nicht anspruchsvoll, nicht aufdringlich, fliehen Gesellschaft als lästige Last, suchen vor allem Einsamkeit. Somit, ihr Brüder, gereichen drei Fälle den älteren Mönchen zur Ehre: ›Der Meister weilt einsam zurückgezogen und die Jünger pflegen der Einsamkeit‹, das ist der erste Fall, der den älteren Mönchen zur Ehre gereicht; ›und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie‹, das ist der zweite Fall, der den älteren Mönchen zur Ehre gereicht: ›und sie sind nicht anspruchsvoll, nicht aufdringlich, fliehen Gesellschaft als lästige Last, suchen vor allem Einsamkeit‹, das ist der dritte Fall, der den älteren Mönchen zur Ehre gereicht. Den älteren Mönchen also, Brüder, gereichen diese drei Fälle zur Ehre. Und den mittleren Mönchen, Brüder, und den neuen Mönchen, Brüder, gereichen drei Fälle zur Ehre: ›Der Meister weilt einsam zurückgezogen und die Jünger pflegen der Einsamkeit‹, das ist der erste Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Ehre gereicht; ›und was der Meister als verwerflich bezeichnet hat, das verwerfen sie‹, das ist der zweite Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Ehre gereicht; ›und sie sind nicht anspruchsvoll, nicht aufdringlich, fliehen Gesellschaft als lästige Last, suchen vor allem Einsamkeit‹, das ist der dritte Fall, der den mittleren Mönchen, der den neuen Mönchen zur Ehre gereicht. Den mittleren Mönchen also, Brüder, den neuen Mönchen also, Brüder, gereichen diese drei Fälle zur Ehre. Das ist die Art, ihr Brüder, wie die Jünger des einsam weilenden Meisters Einsamkeit üben.
»Nun merket, Brüder: Gier ist vom Uebel und Hass ist vom Uebel und es giebt einen Mittelweg um der Gier zu entgehn und dem Hass zu entgehn, einen Weg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt. Was ist das aber, Brüder, für ein Mittelweg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt? Dieser heilige achtfältige Pfad ist es eben, und zwar: rechte Erkenntniss, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechtes Wandeln, rechtes Mühn, rechte Einsicht, rechte Einigung. Das, ihr Brüder, ist der Mittelweg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt. Und Zorn, Brüder, und Zwietracht ist vom Uebel, und Häuchelei und Neid ist vom Uebel, und Eiferung und Eigensucht ist vom Uebel, und Trug und List ist vom Uebel, und Starrsinn und Ungestüm ist vom Uebel, und Stolz und Dünkel ist vom Uebel, und Lauheit und Lässigkeit ist vom Uebel und es giebt einen Mittelweg um der Lauheit zu entgehn und der Lässigkeit zu entgehn, einen Weg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt. {16} Was ist das aber, Brüder, für ein Mittelweg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt? Dieser heilige achtfältige Pfad ist es eben, und zwar: rechte Erkenntniss, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechtes Wandeln, rechtes Mühn, rechte Einsicht, rechte Einigung. Das, ihr Brüder, ist der Mittelweg, der sehend und wissend macht, zur Ebbung, Durchschauung, Erwachung, Erlöschung führt.«
Also sprach der ehrwürdige Sāriputto. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des ehrwürdigen Sāriputto.
4.
Erster Theil