»Ebendieses Durstes vollkommen restlose Auflösung, Abstoßung, Austreibung, Aufhebung, Vertilgung, Bruder Visākho, das ist die Auflösung der Persönlichkeit, hat der Erhabene gesagt.«

»‚Der zur Auflösung der Persönlichkeit führende Pfad, der zur Auflösung der Persönlichkeit führende Pfad‘ heißt es, Ehrwürdige; was hat da wohl, Ehrwürdige, der Erhabene über diesen Pfad gesagt?«

»Es ist dieser heilige achtfältige Weg, Bruder Visākho, von dem der Erhabene gesagt hat, dass er zur Auflösung der Persönlichkeit führe, nämlich: rechte Erkenntniss, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechtes Wandeln, rechtes Mühn, rechte Einsicht, rechte Vertiefung.«

»Ist nun, Ehrwürdige, Anhangen und die fünf Stücke des Anhangens ein und dasselbe, oder giebt es ein Anhangen außer den fünf Stücken des Anhangens?«

»Nicht ist, Bruder Visākho, Anhangen und die fünf Stücke des Anhangens ein und dasselbe, doch giebt es kein Anhangen {300} außer den fünf Stücken des Anhangens: was da, Bruder Visākho, bei den fünf Stücken des Anhangens Willensreiz ist, das ist dabei Anhangen.«

»Wie aber kann, Ehrwürdige, der Glaube an Persönlichkeit aufkommen?«

»Da hat einer, Bruder Visākho, nichts erfahren, ist ein gewöhnlicher Mensch, ohne Sinn für das Heilige, der heiligen Lehre unkundig, der heiligen Lehre unzugänglich, ohne Sinn für das Edle, der Lehre der Edlen unkundig, der Lehre der Edlen unzugänglich und betrachtet die Form als sich selbst, oder sich selbst als formähnlich, oder in sich selbst die Form, oder in der Form sich selbst; er betrachtet das Gefühl, die Wahrnehmung, die Unterscheidungen, das Bewusstsein als sich selbst, oder sich selbst als diesen ähnlich, oder in sich selbst diese, oder in diesen sich selbst. So kann, Bruder Visākho, der Glaube an Persönlichkeit aufkommen.«

»Und wie, Ehrwürdige, kann der Glaube an Persönlichkeit nicht aufkommen?«

»Da hat einer, Bruder Visākho, als erfahrener heiliger Jünger das Heilige gemerkt, ist der heiligen Lehre kundig, der heiligen Lehre wohlzugänglich, hat das Edle gemerkt, ist der Lehre der Edlen kundig, der Lehre der Edlen wohlzugänglich und betrachtet die Form nicht als sich selbst, noch sich selbst als formähnlich, noch in sich selbst die Form, noch in der Form sich selbst; er betrachtet das Gefühl, die Wahrnehmung, die Unterscheidungen, das Bewusstsein nicht als sich selbst, noch sich selbst als diesen ähnlich, noch in sich selbst diese, noch in diesen sich selbst. So kann, Bruder Visākho, der Glaube an Persönlichkeit nicht aufkommen.«