Nicht bin aus Fürchten ich beschwichtigt:

Verlangensledig lustentpflegt

Ist was Verlangen war versiegt.‘‹

»Und nun, ihr Mönche, ist noch der Vollendete selbst zu befragen: ›Die unsauberen Dinge, die sichtbar und hörbar sind, finden sich die beim Vollendeten, oder finden sie sich nicht?‹ Der Bescheid, ihr Mönche, den der Vollendete gäbe, wäre dieser: ›Die unsauberen Dinge, die sichtbar und hörbar sind, die finden sich nicht beim Vollendeten.‹ ›Die wechselvollen Dinge, die sichtbar und hörbar sind, finden sich die beim Vollendeten, oder finden sie sich nicht?‹ Der Bescheid, ihr Mönche, den der Vollendete gäbe, wäre dieser: ›Die wechselvollen Dinge, die sichtbar und hörbar sind, die finden sich nicht beim Vollendeten.‹ ›Die abgeklärten Dinge, die sichtbar und hörbar sind, finden sich die beim Vollendeten, oder finden sie sich nicht?‹ Der Bescheid, ihr Mönche, den der Vollendete gäbe, wäre dieser: ›Die abgeklärten Dinge, die sichtbar und hörbar sind, die finden sich beim Vollendeten,

Meine Spuren sind es nur,

Meine Bahnen nur,

Aber ich bin andrer Art.‹

»Einen Meister, ihr Mönche, der also spricht, mag der Jünger wohl aufsuchen, seine Satzung zu hören. Und der Meister legt ihm die Satzung dar, weit und weiter, innig und inniger, mit ihren Theilen von dunkel und licht. Wie nun der Meister die Satzung darlegt, weit und weiter, innig und inniger, mit ihren Theilen von dunkel und licht, {320} wird sie dem Jünger klarer und klarer, und Satz um Satz erschließt sich ihm, und er erkennt den Meister: ›Vollkommen erwacht ist der Erhabene, wohlkundgethan vom Erhabenen die Satzung, wohlvertraut die Jüngerschaft.‹ Wenn man nun diesen Mönch, ihr Mönche, fragte: ›Was für Anhalt, was für Anlass hat aber der Ehrwürdige, zu sagen ‚Vollkommen erwacht ist der Erhabene, wohlkundgethan vom Erhabenen die Satzung, wohlvertraut die Jüngerschaft‘‹, so würde der Mönch, ihr Mönche, rechten Bescheid also geben: ›Ich war da, Brüder, zum Erhabenen gegangen, seine Satzung zu hören. Und der Erhabene legte mir die Satzung dar, weit und weiter, innig und inniger, mit ihren Theilen von dunkel und licht. Wie mir nun da der Erhabene die Satzung darlegte, weit und weiter, innig und inniger, mit ihren Theilen von dunkel und licht, ward sie mir klarer und klarer, und Satz um Satz erschloss sich mir, und ich erkannte den Meister: Vollkommen erwacht ist der Erhabene, wohlkundgethan vom Erhabenen die Satzung, wohlvertraut die Jüngerschaft.‹

»Bei wem da, ihr Mönche, Zuversicht zum Vollendeten mit solchem Anhalt, auf solche Weise, unter solchen Umständen Boden gefunden, Wurzel geschlagen, standgehalten hat: die wird, ihr Mönche, Zuversicht des Anhalts genannt, in der Anschauung wurzelnd, stark, und kein Büßer oder Priester, kein Gott und kein Teufel, kein Brahmā noch irgendeiner in der Welt kann sie ausroden.