»Wohlan denn, Brüder, so höret und achtet wohl auf meine Rede!«

»Gewiss, o Bruder!« antworteten da aufmerksam jene Mönche dem ehrwürdigen Mahākaccāno. Der ehrwürdige Mahākaccāno sprach also:

»Die Lehre, Brüder, die uns der Erhabene in der Kürze gegeben hat: ›Wenn der Sonderheit Wahrnehmungen, Mönch, wodurch auch immer bedingt, an den Menschen der Reihe nach herantreten und da kein Entzücken, kein Entsprechen, keinen Halt finden, so ist das eben das Ende der Lustanhaftungen, so ist das eben das Ende der Ekelanhaftungen, so ist das eben das Ende der Glaubensanhaftungen, so ist das eben das Ende der Zweifelanhaftungen, so ist das eben das Ende der Dünkelanhaftungen, so ist das eben das Ende der Anhaftungen der Daseinslust, so ist das eben das Ende der Anhaftungen des Nichtwissens, so ist das eben das Ende vom Wüthen und Blutvergießen, von Krieg und Zwietracht, Zank und Streit, Lug und Trug: da werden diese bösen, schlechten Dinge restlos aufgelöst‹: diese kurzgefasste Lehre, ihr Brüder, stelle ich ihrem Inhalt gemäß in folgender Weise ausführlich dar. Durch das Gesicht, Brüder, und die Formen entsteht das Sehbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, {112}was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Sehbewusstsein gehenden Formen vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran. Durch das Gehör, Brüder, und die Töne entsteht das Hörbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Hörbewusstsein gehenden Tönen vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran. Durch den Geruch, Brüder, und die Düfte entsteht das Riechbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Riechbewusstsein gehenden Düften vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran. Durch den Geschmack, Brüder, und die Säfte entsteht das Schmeckbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Schmeckbewusstsein gehenden Säften vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran. Durch das Getast, Brüder, und die Tastungen entsteht das Tastbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Tastbewusstsein gehenden Tastungen vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran. Durch das Gedenken, Brüder, und die Dinge entsteht das Denkbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, was man fühlt nimmt man wahr, was man wahrnimmt unterscheidet man, was man unterscheidet sondert man ab, was man absondert tritt, dadurch bedingt, der Reihe nach als der Sonderheit Wahrnehmungen in den durch das Denkbewusstsein gehenden Dingen vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Zeiten an den Menschen heran.

»Ist nun, Brüder, Gesicht, Form und Sehbewusstsein da, so darf man auf das Erscheinen der Berührung schließen, ist die Berührung erschienen, so darf man auf das Erscheinen des Gefühls schließen, ist das Gefühl erschienen, so darf man auf das Erscheinen der Wahrnehmung schließen, ist die Wahrnehmung erschienen, so darf man auf das Erscheinen der Unterscheidung schließen, ist die Unterscheidung erschienen, so darf man schließen, dass die der Reihe nach herantretenden Wahrnehmungen der Sonderheit erscheinen werden.

»Ist nun, Brüder, Gehör, Ton und Hörbewusstsein da,

»Ist nun, Brüder, Geruch, Duft und Riechbewusstsein da,

»Ist nun, Brüder, Geschmack, Saft und Schmeckbewusstsein da,

»Ist nun, Brüder, Getast, Tastung und Tastbewusstsein da,

»Ist nun, Brüder, Gedenken, Ding und Denkbewusstsein da, so darf man auf das Erscheinen der Berührung schließen, ist die Berührung erschienen, so darf man auf das Erscheinen des Gefühls schließen, ist das Gefühl erschienen, so darf man auf das Erscheinen der Wahrnehmung schließen, ist die Wahrnehmung erschienen, so darf man auf das Erscheinen der Unterscheidung schließen, ist die Unterscheidung erschienen, so darf man schließen, dass die der Reihe nach herantretenden Wahrnehmungen der Sonderheit erscheinen werden.