»Daran aber, großer König, hat Er gedacht, der Erhabene, der Kenner, der Seher, der Heilige, vollkommen Erwachte, als er gesagt hat: ›Hülflos ist die Welt, ohnmächtig‹: {404} das hab’ ich erfahren und gesehn und gehört, und bin aus dem Hause in die Hauslosigkeit gezogen.«

»Wunderbar, o Raṭṭhapālo, außerordentlich ist es, o Raṭṭhapālo, wie Er da so richtig gesagt hat, der Erhabene, der Kenner, der Seher, der Heilige, vollkommen Erwachte, ›Hülflos ist die Welt, ohnmächtig‹: denn hülflos ist, o Raṭṭhapālo, die Welt, ohnmächtig. — Es findet sich, o Raṭṭhapālo, in meiner Königsburg reichlich Gold und Geschmeide vor, heimlich vergraben und offen aufgestellt. ›Uneigen ist die Welt, alles verlassend muss man gehn‹, hat Herr Raṭṭhapālo gesagt: wie aber soll man, o Raṭthapālo, den Sinn dieser Worte verstehn?«

»Was meinst du wohl, großer König: wie du hienieden mit dem Besitz und Genuss der fünf Begehrungen begabt bist, kannst du auch jenseit erlangen: ›Ebenso will ich mit eben diesem Besitz und Genuss der fünf Begehrungen begabt sein!‹, oder aber wird dieser Reichthum auf andere übergehn, und wirst du je nach den Thaten wandeln?«

»Nicht kann ich, o Raṭṭhapālo, wie da hienieden mit dem Besitz und Genuss der fünf Begehrungen begabt, auch jenseit erlangen: ›Ebenso will ich mit eben diesem Besitz und Genuss der fünf Begehrungen begabt sein!‹, sondern auf andere wird dieser Reichthum übergehn, und ich werde je nach den Thaten wandeln.«

»Daran aber, großer König, hat Er gedacht, der Erhabene, der Kenner, der Seher, der Heilige, vollkommen Erwachte, als er gesagt hat: ›Uneigen ist die Welt, alles verlassend muss man gehn‹; das hab’ ich erfahren und gesehn und gehört, und bin aus dem Hause in die Hauslosigkeit gezogen.«

{405} »Wunderbar, o Raṭṭhapālo, außerordentlich ist es, o Raṭṭhapālo, wie Er da so richtig gesagt hat, der Erhabene, der Kenner, der Seher, der Heilige, vollkommen Erwachte, ›Uneigen ist die Welt, alles verlassend muss man gehn‹: denn uneigen ist, o Raṭṭhapālo, die Welt, alles verlassend muss man gehn.[151] — ›Bedürftig ist die Welt, nimmersatt, durstverdungen‹, hat Herr Raṭṭhapālo gesagt: wie aber soll man, o Raṭṭhapālo, den Sinn dieser Worte verstehn?«

»Was meinst du wohl, großer König: gedeiht dir herrlich in Ueberfluss dein Kurūland?«

»Gewiss, o Raṭṭhapālo, gedeiht mir herrlich in Ueberfluss mein Kurūland.«

»Was meinst du wohl, großer König: wenn da ein Mann zu dir herkäme, von den östlichen Gränzen, glaubwürdig, vertrauenswürdig; und er träte zu dir und spräche also: ›O großer König, dass du es weißt: ich komme von den östlichen Gränzen her! Da hab’ ich ein mächtiges Reich gesehn, blühend, gedeihend, volkreich, von vielen Menschen bewohnt: da giebt es viel Kriegselephanten und Reiterei, Streitwagen und Fußtruppen, viel Elphenbein und Felle, viel Gold und Geschmeide, roh und bearbeitet, da giebt es viel Weibergesinde! Und man kann es mit einer gewissen Streitmacht erobern: erobere es, großer König!‹ Was würdest du da thun?«

»Wir würden es, o Raṭṭhapālo, eben erobern und beherrschen.«