In dichter Finsterniss verhüllt.‹

»Also erwägend, Königsohn, neigte sich mein Gemüth zur Verschlossenheit, nicht zur Darlegung der Lehre. Da nun gewahrte, Königsohn, Brahmā Sahampati[174] meines Herzens Bedenken und klagte: ›Verderben, ach, wird ja die Welt, elend verderben, wenn des Vollendeten, Heiligen, vollkommen Erwachten Gemüth sich zur Verschlossenheit neigt und nicht zur Darlegung der Lehre!‹ Da verschwand nun, Königsohn, Brahmā Sahampati, so schnell wie etwa ein kräftiger Mann den eingezogenen Arm ausstrecken {453} oder den ausgestreckten Arm einziehn mag, aus der Brahmawelt und erschien vor mir. Da nun entblößte, Königsohn, Brahmā Sahampati eine Schulter, faltete die Hände zu mir und sprach hierauf also:

»‚O dass doch der Erhabene, o Herr, die Lehre darlege, o dass doch der Willkommene die Lehre darlege! Es giebt Wesen edlerer Art: ohne Gehör der Lehre verlieren sie sich, sie werden die Lehre verstehn.‘

»Das sagte, Königsohn, Brahmā Sahampati; und hierauf sprach er fernerhin also:

›Verkündet ward in Magadhā Verkehrtes,

Vertrübte Lehre von Unreinen ausgedacht:

Eröffne du jetzt dieses Thor des Lebens,

Der Reine weise zur entdeckten Wahrheit uns.

›Wie einer, der am Gipfel hoher Berge steht

Und in die Lande blickt nach allen Seiten hin,