94.

Zehnter Theil

Vierte Rede

GHOṬAMUKHO

Das hab’ ich gehört. Zu einer Zeit weilte der ehrwürdige Udeno bei Benāres, im Mangohaine Khemiyos. Um diese Zeit nun war Ghoṭamukho der Priester in Benāres angekommen, {555} irgend ein Geschäft zu erledigen.

Und Ghoṭamukho der Priester kam, auf einem Spaziergange lustwandelnd, nach dem Mangohaine Khemiyos. Damals nun erging sich der ehrwürdige Udeno gerade in einer Lichtung. Da trat denn der Priester Ghoṭamukho an den ehrwürdigen Udeno heran und tauschte höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit ihm, und an seiner Seite einherschreitend sprach er also:

»Lieber Mönch, es giebt keinen ächten Asketen: das ist meine Ansicht; und zwar darum, weil ich keine solchen Ehrwürdigen gesehn habe, oder weil es eben so ist.«

Auf diese Worte hielt der ehrwürdige Udeno mit seinem Gang inne; dann begab er sich nach der Klosterhalle und nahm auf seinem Sitze Platz. Und auch Ghoṭamukho der Priester unterbrach seinen Gang und begab sich zur Klosterhalle und stellte sich seitwärts hin. Und an Ghoṭamukho den Priester, der da seitwärts stand, wandte sich nun der ehrwürdige Udeno also: