[229] Lies pāṭaliyo; wie Asito wird Kṛṣṇas als königlicher Gebieter Kanakadaṇḍas, Der Goldstabene, genannt: Harivaṃśe II, 155, 46.
[230] Lies mit dem siam. Texte gantā.
[231] Vergl. JESU Verfluchung des Feigenbaums: und εξηρανθη παραχρημα ἡ συκη, MATTH. XXI. 19.
[232] Vergl. Aśvaghoṣas, Vajrasūcī § 7.
[233] Die Macht des Zornes, die hier, und in größerem Umfange in der 56. Rede, S. 64, gleichnissweise, bez. legendär erwähnt ist, gehört ohne Zweifel mit anderen solchen mehr oder weniger fabelhaften Paenomenen in das Gebiet der praktischen Magie. Nun ist es bezeichnend, wie die schwarze Kunst der Sieben Seher in der obigen Legende von Asito Devalo kraft seiner moralischen Uebermacht zuschanden gemacht wird; der Geringschätzung entsprechend, die der Meister oft und oft allem Wunderthume bezeugt. Es kommt ja im yogischen Sinne gelegentlich auch die magische Macht als weiße Kunst zum Vortrage, z. B. in der 73., zumal 77. Rede: immer aber spielt die ganze Thaumatopoeie — man kann dies kaum genug wiederholen — eine völlig untergeordnete Rolle, und Gotamo nennt sie »nicht heilig«, vergl. die wichtige Stelle der Längeren Sammlung, III. Band, S. 113, worin Sāriputto des Meisters Worte anführt. Zum ersten Male gründlich geprüft und besprochen wurde die ganze Frage in der Flegrea II, 2, 4, Neapel 1900, von meinem lieben und berühmten Freunde G. DE LORENZO.
Auch heute noch legt die südliche, d. i. zeilonesische u. s. w. Ueberlieferung, der nördlichen, d. i. tibetischen u. s. w. entgegen, für myktyrische Phaenomene, bez. Paenomene und was damit zusammenhängt kühl ablehnende Geringschätzung an den Tag, was um so höheres Lob verdient, als man neuerdings von jener Seite, die »ins Reden keinen Vorzug setzt«, heimlich bemüht ist theosophischen Zauber einzuschmuggeln und sogar Männer wie HIKKAḌUWE SUMAṈGALA und HEVAVITARAṆA DHARMAPĀLA, unsere ehrwürdigen Freunde, in den unlauteren esoterischen und asoterischen Handel zu verwickeln gesucht hat, indem man gar zu gern kolchisches παινεται für kalchisches φαινεται ausgeben will: freilich nur skythischen und verwandten Geistern zudanke.
[234] Vergl. die 45. Rede, S. 567 der Uebersetzung. — Aehnlich Sannyāsopaniṣat 2 i. f., v. 77: pātram asya bhavet pāṇiḥ, »er habe zum Gefäß die Hand«; auch 1 i. m: pāṇipātreṇāśanaṃ kuryāt, »mit dem Handgefäße mag er Atzung einnehmen«, wo aber pāṇipātram ein handgroßes Gefäß, gleichwie udarapātram ein magengroßes Gefäß, bedeuten wird; vergl. die 77. Rede, S. 321 Anm. 104. Ebenso in den anderen Bhaikṣa-Upanischaden, e. g. der Kaṭhaśrutyādi. (Die von DEUSSEN, »Sechzig Upanishad’s« p. 696 f., gewählte Lesung Kaṇṭhaśruti mag wohl berechtigt sein, auch wäre an eine Kanthaśruti zu denken; die drei Titel schließen übrigens einander nicht aus, können vielmehr, nach gewohnter indischer Darstellung, friedlich nebeneinander gelten.) Der hatthāpalekhano, Handverköster, hat, nebenbei gesagt, ein ziemlich genaues Gegenbild im ‚Rasenden SOKRATES‘, wie PLATON bekanntlich den DIOGENES genannt.
[235] Den vier Schauungen dürfen vielleicht in gewisser Weise die sechs Staffeln Meister ECKHARTS verglichen werden, von deren letztem er sagt: »Der sehzt staffel ist dez hertzen ruͦwe und fride, daz chein liep noch leyde mag ez bewegen noch betruͤben.« Cf. Meister ECKHART, ungedruckte Texte etc. ed. JOSTES, Freiburg 1895, p. 105.