Die Indonesier scheinen sehr sinnlich veranlagt zu sein. Um den Weibern die Freude beim Geschlechtsgenuß zu erhöhen, ist es bei verschiedenen Stämmen des Archipels (Dajak, Bisayo) üblich, die Eichel des männlichen Gliedes zu durchbohren und durch die Öffnung ein Stäbchen aus Elfenbein, Messing oder Silber zu stecken, das nicht selten an jedem abgerundeten Ende noch eine kleine Kugel aus Metall oder Stein trägt. Diese Vorrichtung, Ampallang, Palang, Utang oder Kampion genannt, wird erst vor Vollziehen des Beischlafes angelegt. Die Weiber einiger Stämme sind nicht mit einem einzigen Stäbchen zufrieden, sondern verlangen deren drei, die durch drei Öffnungen in verschiedenen Richtungen des Gliedes gesteckt werden. Die Frauen sollen in Männer, die über solche mechanische Reizmittel verfügen, wie vernarrt sein und nur solche zu heiraten pflegen.

Aus: de Wit, Java.

Abb. 269. Opfer in Form von Nahrungsmitteln,

die nicht allein aus Anlaß von Geburt, Hochzeit, Todesfall, Zeremonien für das Gedeihen der Feldfrüchte, sondern bei fast allen Zwischenfällen des Lebens stattfinden.

Aus: de Wit, Java; Facts and Fancies.

Abb. 270. Gäste bei einer Hochzeit auf Java.

Phot. Ch. Hose.