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GRÖSSERES BILD
Die Negrito finden sich noch auf den Inseln Luzon, Tablas, Panay, Mindanao und einigen anderen, wie Palawan, wo sie verschiedene Namen, wie Aëta, Ita, Agta, Baluga, Hilluma, Mamamura und so weiter, führen. Ihre Zahl ist höchstens auf zehntausend Köpfe zu veranschlagen; mit Riesenschritten eilen sie leider ihrem Untergange entgegen. Wie die afrikanischen Pygmäen sind die Negrito von kleiner Statur ([Abb. 311]), die Männer messen im Durchschnitt hundertundvierzig, die Weiber hundertundsiebenunddreißig Zentimeter. Jedoch weisen sie einen guten Körperbau auf, mit regelmäßig geformten Gliedmaßen, breitem Brustkasten und gut entwickelter Muskulatur. Ihre Hautfarbe ist braunschwarz, ebenso ihr Kopfhaar, das kurz und wollig, aber nicht in dem Grade spiralig gedreht erscheint, wie das der afrikanischen Zwerge, manchmal auch schon mehr oder weniger wellig oder beinahe flockig ausfällt ([Abb. 312]). Offenbar deutet dieses Verhalten Mischung an, wie auch die ungleiche Schädelform, die fliehende Stirn und die stark vorspringenden Augenbrauenbogen vermuten lassen. Die Nase ist kurz, aufgestülpt und platt, die Augen von rundlicher Form. Der Bart ist spärlich entwickelt.
Phot. Fay Cooper Cole.
Abb. 311. Gruppe von Leuten der Zwergvölker von Palawan.
Die Männer kleiden sich für gewöhnlich in Rindentücher und ebensolche Kopftücher, die bei besonderen Gelegenheiten verziert sind, wozu dann noch Blumen im Haar, leuchtende Blätter und Halsketten kommen.
Phot. Bureau of Science, Manila.
Abb. 312. Negritofrau.