Abb. 36. Wellenreiten der Samoaner,

ein beliebter Sport der Eingeborenen, die darin große Geschicklichkeit an den Tag legen und oft stehend auf den schmalen Brettern ans Land gleiten.

Phot. Josiah Martin.

Abb. 37. Kanuwettfahrt auf Neuseeland,

eine sportliche Übung, in der sich die Frauen in gleicher Weise wie die Männer auszeichnen.

Als Grabstätten dienten bereits vor der Berührung mit Europäern auf Hawai, den Cookinseln sowie auf Neuseeland Felshöhlen; die Gebeine verehrungswürdiger Vorfahren wurden oft gesammelt und in zierliche Pakete gelegt. Bis vor kurzem bewahrte man noch auf der Penrhyninsel die in Matten eingewickelten Toten im Hause hängend auf. Meistens finden sich die Gräber auf regelrecht angelegten Friedhöfen; auch sie werden auf irgend eine Weise kenntlich gemacht, zum Beispiel durch einen Hügel ([Abb. 41]), dessen Größe den Rang des Verstorbenen anzeigt, oder, wie auf den Marshallinseln, durch Aufstellen von Paddeln am Kopf- und Fußende und anderes mehr. In vielen Teilen Polynesiens legt man den Besitz des Verstorbenen auf sein Grab, selbst wertvolle Sachen, wie einmal eine Nähmaschine. Die dort niedergelegten Gegenstände werden indessen von niemand berührt, geschweige denn fortgenommen, so großen Wert sie auch besitzen mögen; denn das Tabu, das sich auf Tote bezieht, ist fast noch strenger als das für Lebende. — Vielfach herrscht neben dem Glauben, daß die Toten in der Nähe zurückgeblieben sind, auch Furcht vor Gespenstern. Auf Niue hält man sich Hunde, deren Bellen übernatürliche Besucher fernhalten soll. Dagegen hegen die Bewohner von Penrhyn freundlichere Gefühle für die Heimgegangenen, denn sie bauen Hütten über ihren Gräbern, in denen sie schlafen, und hoffen, daß ihre Geliebten ihnen im Traume erscheinen. Ebenso ist auf den Paumotuinseln die Sitte, auf den Kirchhöfen zu schlafen, sehr verbreitet.

Phot. J. Danvers Power.

Abb. 38. Stangen mit zahmen Vögeln auf Nauru,