Abb. 112. Maske aus Neukaledonien.

Aus: Meyer-Parkinson, Papua-Album II.

Abb. 113. Maskenhaus einer geheimen Gesellschaft auf dem Bismarckarchipel.


GRÖSSERES BILD

Die eigentliche Hochzeitszeremonie ist in Melanesien ganz verschiedenartig; an sehr vielen Orten verdient sie kaum diese Bezeichnung, da sich der ganze Vorgang nur auf die Auszahlung des Kaufpreises beschränkt. Bei den Bainingern tauschen die Verlobten einfach Betelnüsse aus, und die Ehe gilt für geschlossen. Bei den Gebirgsvölkern im Innern Neuguineas besteht die Zeremonie darin, daß sich sämtliche Beteiligten, einschließlich der beiden Elternpaare, an der Stirn blutig ritzen, zum Zeichen, daß die beiden jungen Leute nun zueinander gehören. Auf den Neuhebriden hält der Vater des Mädchens oder ein einflußreicher Freund vor den versammelten Gästen eine Rede, ermahnt darin den Bräutigam, seine Frau gut zu ernähren, sie freundlich zu behandeln, sowie nicht mürrisch gegen sie zu sein und überreicht ihm hierauf die Braut, die in einen neuen Grasrock gekleidet ist. Vorher hat der Jüngling einen Drakänenzweig in die Erde gesteckt und Schweine, Nahrungsmittel und Matten als Entgelt für die Braut herbeigebracht. Den Schluß bildet ein Festschmaus, bei dem sich der junge Ehemann voller Aufmerksamkeit gegen seinen Schwiegervater oder den Festredner erweist, indem er sie unter anderem zum Zeichen seines Dankes zärtlich streichelt.

Aus: Neuhauß, Deutsch-Neuguinea.

Abb. 114. Maske für die Einweihungsfeierlichkeiten bei den Warapu.