Aus: Kraemer, Samoainseln.

Abb. 4. Tatauierungsmuster eines Samoaners,

a) von der Hinterseite, b) von der Vorderseite des Oberschenkels und der Hüfte.

Aus: Kraemer, Samoainseln.

Abb. 5. Tatauierungsmuster einer Samoanerin,

a) von der Rückseite, b) von der Vorderseite des Oberschenkels.

Ein eigentümliches Schmuckstück, das Tiki-Tiki der Maori, verdient besondere Erwähnung ([Abb. 11]). Es besteht aus einer kleinen merkwürdigen Figur aus Nephrit oder Jadeit, die für gewöhnlich von dem Familienoberhaupt um den Hals getragen wurde und den primitiven Ahnen vorstellen soll. Man vererbte es von Generation auf Generation als kostbares Familienstück, und daher gilt es noch heutigentags für die meisten Eingeborenen als unveräußerlich. — Die Marshallinsulaner dehnen die für die Aufnahme des Ohrschmucks angefertigten Löcher in ihren Ohren dermaßen aus, daß sie diese Ohrschlinge manchmal über den Kopf streifen können. Ein typischer Schmuck, den Eingeborene von hohem Rang auf Tonga, Samoa (und auch Fidschi) tragen, besteht in einer Halskette von Walfischzähnen ([Abb. 8]), die abgeschliffen und zu einem klauenartigen Gehänge aufgereiht sind, während der Maori aus guter Familie das Recht hat, als Haarschmuck die Feder des Huiavogels zu tragen ([Abb. 10]). — Ein sehr hübscher Zug der Ozeanier ist entschieden ihre große Vorliebe für Blumen als persönlichen Schmuck, wie wir dies besonders bei den Hawaiern und den Samoanern wie auch bei anderen Stämmen beobachten können, die sich täglich frische Kränze aus farbenprächtigen Blumen und, in früherer Zeit, leuchtend bunten Federn winden ([Abb. 3] und [15]).