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GRÖSSERES BILD
Phot. C. G. Seligmann.
Abb. 89. Geburtszeremonie bei den Wedda.
Der Vater der Schwangeren bedeckt diese mit einem Wila und sagt das Geschlecht des zu erwartenden Kindes voraus.
Witwen dürfen sich wieder verheiraten, gewöhnlich verbinden sie sich mit einem unverheirateten Bruder des verstorbenen Mannes, sofern dies möglich ist. Auch ihre sexuelle Moral steht ebenso hoch wie die der unverheirateten Mädchen. — Auffällig ist, daß bei den Wedda sich Kinder von Bruder und Schwester, also Cousin und Cousine über Kreuz heiraten dürfen, eine Verbindung, die anderwärts für Blutschande gilt.
Phot. C. G. Seligmann.
Abb. 90. Geburtszeremonie bei den Wedda.
Der Vater der Schwangeren bittet mit dem Wila in der Hand um eine glückliche Entbindung seiner Tochter.