Abb. 161. Tötung eines Ochsen bei einem Todabegräbnis.
Die Männer schleppen gewaltsam einen Ochsen herbei und zwingen ihn nieder.
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GRÖSSERES BILD
Eine ganz besondere Strafe trifft manchmal bei den Oriya Ravulo den Ehemann, wenn er seine Frau mißhandelt oder verlassen hat. Er muß sich unter einen Bambusbottich und seine Frau oben darauf setzen; sodann wird der Inhalt von fünf Töpfen Wasser über das Paar gegossen in Nachahmung der bei dieser Kaste üblichen Sitte, über eine Leiche aus ebensoviel Gefäßen Wasser zu gießen, bevor man sie zum Verbrennungsplatz bringt. Dieser Vorgang spielt sich überdies in einem Hause ab, wo für gewöhnlich ein Toter gewaschen wird.
Phot. Wiele & Klein.
Abb. 162. Szene aus einem Todabegräbnis.
Wenn der Büffel tödlich getroffen ist, legt man den Toten an den Kopf des seine Seele aushauchenden Tieres.
Um ihre Unschuld zu beweisen, kann eine verdächtigte Person ihre Zuflucht zu einem Gottesurteil nehmen. Meistens muß sie dann ihre Hand in kochendes Öl tauchen und eine Münze, eine Arekanuß oder einen Stein herausholen. Gelingt ihr dies nicht, so ist ihre Schuld bewiesen; andernfalls geht sie frei aus.