Dann wach' und kämpf', es ist ein Feind bereit: Die Lüg' in dir, sie drohet dir Gefahr. Kind! Deutsche kämpften tapfer allezeit. Du, deutsches Kind, sei tapfer, treu und wahr!
Robert Reinick.
[Geschichte vom Nußknacker.]
Zwei Knaben hatten im Walde Haselnüsse gepflückt, saßen unter den Stauden und wollten Nüsse essen; aber keiner hatte sein Messerlein bei sich, und mit den Zähnen konnten sie sie nicht aufbeißen. Da jammerten sie sehr und sagten: „Ach, käme doch nur jemand, der uns unsre Nüsse aufknacken wollte!“ Kaum gesagt, so kam ein kleines Männlein durch den Wald einher gezogen. Aber wie sah das Männlein aus? Es hatte einen großen, großen Kopf, an dem ein langer, steifer Zopf bis an die Ferse herabhing, eine goldene Mütze, ein rotes Kleid und gelbes Höslein. Indem es nun so einhertrippelte, brummte es das Liedlein:
„Heiß, heiß, beiß, beiß Hans heiß' ich, Nüsse beiß' ich; geh' gern in den grünen Wald, wenn die Nuß vom Strauche fallt; mach's dem lust'gen Eichhorn nach, knack' und nag' den ganzen Tag!“