„Gibst du mir keine Nuß, so machst du mir Verdruß; ich nehme dich beim Schopf und beiß' dir ab den Kopf!“

Da lachte der böse Bube und sagte: „Du mir den Kopf abbeißen? Mache lieber, daß du fortkommst, sonst laß' ich dich mein Haselstaudengertlein fühlen!“ Zugleich drohte er mit seinem Stöcklein; der Nußknacker wurde ganz rot vor Zorn, hob sich mit einem Händchen den Zopf auf, schnappte wie ein Fisch im Wasser und—knack— der Kopf war weg.

Das ist die Geschichte von dem ersten Nußknacker. Habt wohl acht, Kinder, daß euch die Köpfe oder wenigstens die Fingerlein nicht abgebissen werden; denn wie ihr Ahnherr, so machen auch die Enkel und Urenkel des Nußknackergeschlechts mit bösen Kindern nicht lange Federlesens!

F. v. Pocci.


[Der alte Landmann an seinen Sohn.]

Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab! Dann wirst du wie auf grünen Au'n durchs Erdenleben gehn; dann kannst du sonder Furcht und Grau'n dem Tod ins Auge sehn.