Wirt:
Was gibts heut für ein Wunderspiel?
Hab ich der Gäste doch soviel
wie oftmals nicht? oft ist das Haus
so leer, daß mich befällt ein Graus.
Heut will ich mir den Beutel spicken,
auf lange Zeit die Früchte pflücken,
mein Haus soll mir, bei meinem Eid,
bezahlet werden von solchen Leut.
Ich will die Gäste gar gut traktieren,
dabei auch doppelte Kreide führen,
bei hohem Preis und blankem Geld,
weil beides nur den Wirt erhält.
(Maria und Josef kommen von rechts.)
Doch halt, was kommt dort für ein Alter her,
der trägt seinen Kober ganz die Quer,
der wird gewiß wollen Herberg haben,
eine warme Stube, die wird ihn laben.
Er sieht so frostig um sein Maul,
ich will hingehn, will sein nicht faul,
will hören was sein Begehr ist.
Woher, Alter, zu dieser Frist?
Josef.
Ach mein allerliebster Herr,
ich komme gar von Weitem her,
meiner gnädigen Herrschaft zu gehorchen.
Ich bitt, wollt mich beherbergen bis morgen.
Wirt.
Ihr seht mir viel zu ärmlich aus,
paßt heute gar nicht in mein Haus,
ist auch kein Raum für euch mehr hier,
sucht euch ein anderes Nachtquartier.
Josef spricht zu Maria: