Abb. 4 Felsen im Tännichttal bei Naundorf
Dort steht der Fels wie ein Wächter am Wege, dicht am Bach, wo die Brücke in die Wiese führt. Will er hüten, daß kein Unberufener, kein Feind hier eindringe? Ist er der Riegel, der die Welt und den Lärm abschließt vom stillen Lande der Poesie?
Den Wipfel hoch die Tanne hebt,
Im Winde schwankt die Birke,
Und Gottes goldne Sonne schwebt
Still über dem Bezirke.
Ein harziges Gedüfte
Durchwogt die warmen Lüfte.
(Scheffel.)
Wie ein silberner Steg für überirdische Füße schimmert der Bach im Grün und windet sich durch die saftige Aue, als wollte er diese Stätte nicht verlassen, sondern immer noch einmal umkehren und bleiben. Einzelne Baumgruppen von herrlicher Gestalt stehen hier und da mitten in der Wiese, und im weichen Dufte dämmern die fernen Abhänge des Tales.