»In Boden« und »Ameisenberg«,
»Aspig« und »Alke« –

in unserer Flur also »Biunda« und »Allmende« zweimal nebeneinander, eine Tatsache, die sich auch sonst bestätigt findet, die also für die Ortsgeschichte ein Mittel sein kann, das eine zu finden, wenn das andere bereits bekannt ist!

Fassen wir zusammen, so kommen wir zu folgendem Ergebnisse:

Schullwitz ist eine deutsche Siedlung – trotz des slawisch klingenden Ortsnamens. Sie ist entstanden in der Zeit der ostdeutschen Kolonisation: Hufeneinteilung der Flur, Dorfanlage (Zeilendorf) beweisen das, ebenso das Vorhandensein des Erbrichters; besonders überzeugend die Flurgröße. Die Siedler sind Oberdeutsche und Thüringer gewesen – vermutlich haben Schönfeld und andere westwärts gelegene Orte überschüssige Kräfte abgegeben.

Ich habe versucht zu zeigen, welch wertvolle Dienste die Flurnamen der Ortsgeschichte leisten können. Im kommenden Sommer wird mancher in einem stillen Dörfchen unsrer sächsischen Heimat Erholung suchen. Möchte er dabei nicht mit sammeln helfen?

Fußnoten:

[5] H. St. A. Loc. 4333.

[6] Oberreitscher Landesatlas von Sachsen, Blatt 10.

[7] Vgl. »Der Rossendorfer Schenkhübel. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der »Bautzner Straße«« in der Zeitschrift »Über Berg und Tal« 1924, 2! (Beitrag vom Verfasser.)

[8] »Korrespondenzblatt d. Gesamtv. d. dtsch. Gesch.- u. Altertumsv.« 1917 (u. in vielen anderen Schriften, die mir Herr Oberstaatsarchivar Dr. Beschorner zur Verfügung gestellt hat, wofür ich auch an dieser Stelle meinen verbindlichsten Dank aussprechen möchte.