Des hob iech nu freilich net gemacht, ohamm bie ich gange, hoob’s Sunntigzeig aagezung un ze män Schatz’l gange. Wie iech z’r Tür neitroot lachet daar ihr Vater über’sch ganze Gesicht.

»Na su wos, bei euch is wuhl Kirmiß«, schprich’r, »weil de asu aufgedunnert bist?«

»Naa«, sa’ht iech, »Kirmiß net, ob’r Hebeschmaus, iech hoob grood’ne Grundschtaa gelegt, zum Schtall, dann iech m’r f’r de Kuh’ erscht baue sollt.«

»Nu, halt’s Maul, du Baarnbach’r Modellschnitzer, iech waß schu alles, ob’r a Gahr müßt d’r noch wart’n mit d’r Hochzig, ’r seid doch noch de raane Kinner. – Itze dauert miech blus noch’s Pflast’r v’r meiner Haustür.« –

Na ’s Pflast’r v’r d’r Tür hoot nimmer viel Schoodn geliet’n. Vun daar Zeit aa kunnt iech nei in de Schtub ze män Schatz’l gieh’. M’r ham freilich noch länger wie a Gahr mit d’r Hochzig gewart’t, weil m’r ’ne Schtall erscht noch orndlich ausbaue wollt’n. Ob’r aamol is’ d’r Toog doch kumme. Noch heit klingt m’r’sch in de Ohr’n, wie d’r Schmiedhenner un d’r Clarenettschneider ’ne Grußvat’rtanz blus’n un se miech mit ’ne Baarnbacher Modellschnitz’r genast hom. Ob’r heit noch soog iech: »War sich a Kuh kaaf’n will, muß erscht in Schtall hom!« – –

Die Geschichte war zu Ende und eine Fortsetzung kaum zu erwarten. Die Uhr tickte wieder geheimnisvoll und der Alte saß mit einem pfiffigen Lächeln da, so daß man wirklich in Zweifel war, ob er die eben erzählte Geschichte selbst für glaubwürdig fand. Darauf trat er vor die alte Uhr hin, um sie aufzuziehn. Und das ist wahr, solch’ ein altes Familienmöbel mit einem Gehäuse wie ein Kleiderschrank, hat so viel Mucken und Schrullen, wie die alten Leute selbst. Drum kostete auch die rationelle Behandlung derselben viel Zeit, welche man anderswo besser zu verwenden können glaubte. So mochten wenigstens die beiden Zuhörer denken, die hinter dem Rücken des Alten plötzlich eine lebhafte Unterhaltung in – wie es schien – schon oft geübter Flüster- und Zeichensprache eröffneten.

Wir wollen versuchen, es in gut Erzgebirgisch zu übersetzen.

»Mach när, soog’s!« beginnt der weibliche Teil. –

Energisches Kopfschütteln und betrübte Resignation seitens des starken Geschlechts.

»Worim dä net?« –