Nr.StandortMaßeGesteinsart
232Bockwen bei Meißen: An der Straße Bockwen–Reichenbach(alter Bischofsweg Meißen–Briesnitz–Stolpen). 1922ausgegraben und neu aufgestellt.122 : 84 : 35Sandstein
233Böhla bei Großenhain: Beim Birkenwald an der Straßenach Ortrand, etwa 800 m westlich von Böhla. KrummerSäbel.120 : 42 : 20Sandstein
234Dippoldiswalder Haide: In Forstabteilung 54 mitten injungem Bestand, etwa 180 m nördlich der StraßeMalter–Wendischcarsdorf. Erhabenes symmetrischesKreuz auf der Vorderseite.72 : 56 : 22Sandstein
235Fischheim bei Wechselburg a. M.: Im Herbst 1923 wiederausgegraben und am schmalen Fußweg, der vor derSteudtener Schänke von der Dorfstraße abzweigt undöstlich an den Fischheimer Gütern entlang führt, neuaufgestellt. Messer auf der Vorderseite.64 : 55 : 19Porphyr
236Fürstenwalde bei Lauenstein: Östlich der alten TeplitzerStraße und 600 m südlich des Harthewaldes an einemFeldwege. Inschrift: 1622 G. S. und Bild einer Schere.»Leichenstein«.87 : 69 : 21Sandstein
237Geyersdorf bei Annaberg: Ein Kreuz und ein Bruchstückam Dorfplatz neben der ehemaligen Schule.[8]
238Gospersgrün bei Treuen i. V.: Zwei Kreuze am sogenanntenoberen Teich beim Straßenkreuz.50 : 42 : 22
40 : 85 : 24
Granit
Granit
239Grillenburger Wald: Auf Forstabteilung 48 imNordwestteil. Längere verwitterte Inschrift von 1592.98 : 57 : 2Sandstein
240Haberfeldwald bei Lauenstein: Auf Forstabteilung 56 naheder Grenze. Inschrift: E. T. 16...120 hochGneis
241Kemnitzbachtal bei Plauen i. V.: Auf der Bachbrücke imZuge der Straße Geilsdorf–Staatsstraße Plauen–Hofbei Zöbern. Im Jahre 1915 nach derFrühjahrsüberschwemmung im Bach gefunden. Inschriften:1862, 1870.54 : 58 : 20Granit
242Kürbitz bei Plauen i. V.: In der Außenwand derFriedhofsmauer südwestlich der Kirche eingemauert. Zweisenkrechte Striche. 1923 beim Wegebau verschüttet.92 : 60 : ?Granit
243Limbach bei Reichenbach: Oberhalb der Pfarre.(Mitteilung der Straßenbaubehörde von 1916.)[8]
244Löbau: Bei Ausschachtungen an der Kittlitzer Landstraßein 3 m Tiefe gefunden und am Schnittpunkt derMücklichstraße mit der Ziegelstraße aufgestellt. RundeAushöhlung in der Mitte des Kreuzes.105 : 85 : 28Sandstein
245Markranstädt: Im Vorgarten an dem vonder Lützener Straße abzweigenden Weg nach Schkeitbar.Spieß oder Schwert.105 : 54 : 16Sandstein
246Markranstädt: An der Weggabel der Zwenkauer Straße unddes Lausaner Wegs. Antoniuskreuz.
247Meißen a. E.: Seit etwa dreißig Jahren aufgestellt imHofe des Franziskaner-Klosters (Museum) amHeinrichplatz. Früher am Schweizerhaus beim Eingangedes Rauhentales im Triebischtal.165 : 102 : 31Sandstein
248Pirna a. E.: Westlich der Malzfabrik auf dem Gelände deralten Dresdner Landstraße 1922 im Acker ausgegraben.Unterteil ergänzt. Fünf achtfach geteilte Kreuze imKreis.145 : 105 : 30Sandstein
249Porschdorf bei Bad Schandau: Im obersten Ortsteil vorHaus 32.59 : 53 : 26Sandstein
250Röhrsdorf bei Meißen: Vor dem nordöstlichenFriedhofspförtchen als Kriegerdenkmal aufgestellt.1896 bei Aufgrabungen in 3 m Tiefe unter derDorfstraße gefunden.87 : 56 : 21Sandstein
251Schönau bei Borna, Bez. Leipzig: Bruchstück. VorderseiteBeil; Rückseite: Schwert ohne Griff.50 : 30 : 25Porphyr
252Schönau bei Bergen östlich Plauen: Im Dorfe. (Mitteilungder Straßenbaubehörde.)[8]
253Schrebitz bei Mügeln, Bez. Leipzig: Antoniuskreuz. Vordem Gute Nr. 63 am Gasthof.66 : 52 : 21Granit
254Thümmlitzwald bei Leisnig: Im Forstort 29 einigeSchritte nordwestlich vom Griesenweg. »Beatenkreuz«.72 : 63 : 24Sandstein
255Stadt Wehlen a. E.: Um 1900 beim Umpflastern desPfarrhofs neben der alten abgebrochenen Kirche gefunden.Im Pfarrgarten vorläufig aufgestellt. Inschrift 1750.70 : 39 : 12Sandstein
256Wiesa bei Annaberg: In der Grundmauer des HausesNr. 65 auf der nach der Dorfstraße gelegenen Seiteeingemauert.[8]
257Zaulsdorf bei Oelsnitz i. V.: Beim Dorfe. (Mitteilungder Straßenbaubehörde von 1916.)[8]

II. Verschwundene Steinkreuze

Nr.OrtZahl
der
Kreuze
Erwähnung
19Falkenstein i. V.Das Kreuz war mit der Zeichnung eines ungespanntenBogens und eines Pfeils versehen. (Mitteilungvon Lehrer L. Viehweg in Bad Elster von 1919.)
28HelmsdorfAbgebildet in »Über Berg und Tal«, 1904, S. 300.
33Königsbrück1Das fünfte der dortigen Kreuze (Nr. 109–111) ist1908 beim Bau eines Schuppens am Krankenhausmit in die Erde geworfen worden.
68Falkenstein i. V.1Bis zum großen Brand der achtziger Jahre in einerengen Gasse nach Grünbach zu. Mitteilung vonFräulein E. v. Cotta.
69Gottleuba, amHellendorfer Weg1Nach einer Aktennotiz vom Jahre 1500 an einenBauer als Schleifstein verkauft worden.
70Kamenz1Vgl. Störzner: Was die Heimat erzählt. S. 252 und 285.
71Nieder-Reinsberg b. Nossen1Beim Aufgang zum Schloß auf dem Mühlgrundstückin der Nähe des Mühlgrabens. Mitteilung vonW. Krumbiegel, Klotzsche.
72Schöneck i. V.3Bis 1882 auf einer Wiese vor der Stadt. Mitteilungvon Fräulein E. v. Cotta.
73Trieb bei Falkenstein i. V.1Früher an der Falkensteiner Straße. Beim Bau einesBauernhauses als Mauerstein verwendet. Heimatschutzaktenbetr. Kulturdenkmale, S. 39.
74Unterlauterbach1Beim Dungerschen Gute. Beim Straßenbau zerschlagenworden. Heimatschutzakten betr. Kulturdenkmale,S. 39.

III. Literaturverzeichnis

Charles Darwin, Journal of Researches into the Natural History and Geology of the Countries visited during the voyage of H. M. S. Beagle: Round the world. London. Verlag John Murray 1860. Seite 26 enthält eine Notiz vom 19. April 1832 über einen Ausflug von Rio de Janeiro: »The road is often marked by crosses in the place of milestones, to signify where human blood has been spilled«.

Vogtländischer Anzeiger und Tageblatt vom 13. August 1916, S. 14. Beschreibung der Kreuze von Kürbitz und Kemnitzbachtal.

Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Alterstumskunde. XL, Heft 1/2, S. 189. Zur Steinkreuzforschung. Von Alfred Meiche. Besprechung der Arbeit von Dr. Kuhfahl, in Mitteilungen 1914 bis 1916, mit Angabe neuer Sühneurkunden usw.

Dresdner Anzeiger vom 20. April 1919. Dr. Kuhfahl: Zur Steinkreuzforschung. Ebenda vom 6. Mai 1914, Dr. Kuhfahl: Aus dem Sagenkreis der alten Steinkreuze. Ebenda vom 11. Mai 1924 mit illustrierter Beilage: Alte Steinkreuze im Dresdner Weichbild, von Dr. Kuhfahl.

Monatsschrift für Photographie, März 1919, Berlin. Dr. Kuhfahl. Photographische Steinkreuzforschung.

Emil Obst, Über Mord- und Sühnekreuze in den Muldenkreisen Bitterfeld und Delitzsch. 2. Auflage. Selbstverlag. Bitterfeld 1921.