Wohl singt und klingt’s von altem sächsischen Bergmannsgeist, von Freiberger Bürgertreue und Freiberger Gelehrsamkeit in den Blättern des Buches, aber die Seele des Werkes ist so deutsch schlechthin, daß dieses ganz gewiß ein Freund in den Häusern jeden deutschen Stammes werden kann. Neben gründlichen wissenschaftlichen Hinweisen, besonders baukünstlerischem und geschichtlichem Inhaltes enthüllt sich in dem Werk ein so schönes, geläutertes Menschentum, eine so reine Naturnähe, eine so wohltuend belebende Wärme ohne alle falsche, so oft als »poetisch« mißverstandene Sentimentalität, daß das Buch ganz besonders unsrer heranwachsenden Jugend in die Hand gegeben werden sollte, um so mehr, als es doch auch an Romantik, aber an echter, kernhafter, in den Blättern beileibe nicht mangelt.
Ich will nichts näheres aus dem Inhalt dieses neuen, des fünften Bandes unserer Vereinsbücherei berichten, so sehr mich’s dazu auch treibt. Es ist alles gut, rein und echt. Ein Heimatbuch, wie es nicht gleich wieder erscheinen dürfte. Darum – nehmt und genießt, was der Verfasser Euch bringt, der Mann, der in unseren Vereinsheften einmal das Wort fand von der Heimatliebe, die mit der Abendröte zieht übers Land – freut Euch seines Schaffens und dankt es ihm dadurch, daß Ihr sein Werk eindringen lasset in die weitesten Schichten unseres Volkes – denn dieses Buch, es verdient’s!
Gerhard Platz.
Preis M. 4.— geschmackvoll gebunden, Großoktav, 380 Seiten
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Lehmannsche Buchdruckerei
Dresden-N.–Obergraben.
Weitere Anmerkungen zur Transkription
Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ansonsten wurden unterschiedliche Schreibweisen insbesondere bei Namen wie im Original bebehalten. Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.