»Glückauf! ihr Bergleut, jung und alt,
Seid frisch und wohlgemut,
Erhebet eure Stimme bald,
Es wird noch werden gut!«
So klingt es in einem alten Freiberger Bergmannsliede, das in keiner frohen Runde, in keiner feuchten Stunde der alten Bergstadt Freiberg fehlen darf. Da leuchten die Augen der jungen Bergstudenten und mit markigen Stimmen schmettert der ganze Hauf: Glückauf! Glückauf! Glückauf!
Die alten Herren vom Bergleder – in Freiberg rechnet sich wohl ein jeder ein bißchen zum Leder – sie singen nicht mehr so hell mit ungebrochener Stimme! Ihnen liegt es noch im Ohr und im Herzen, wie einst rings um Freiberg das Grubenglöcklein so traut vom Schachte klang, wie das Glückauf! Glückauf! von dem anfahrenden Bergmann als hoffnungsfroher Gruß, als echte selbstgeprägte Münze freudig ausgegeben wurde. Ihnen wird das Herz schwer, die Wehmut greift an die Kehle und sie denken der alten, der fernen, vergangenen Bergherrlichkeit! – Wo sind die Zeiten hin, wo das Glückauf dem Steiger erklang:
»Glückauf! dem Steiger sei’s gebracht,
Sein Anbruch werde schön,
Daß es den Obern Freude macht,
Die es recht gerne sehn,