Bücherbesprechungen:
Sächsischer Bauern-Kalender 1926. Herausgegeben von der Landwirtschaftskammer für Sachsen. Bearbeitet von Dr. Horst Höfer, Meißen, Bildschmuck von A. Weßner-Collenberg. Preis 3 M. Zu haben im Heimatschutz, Dresden-A., Schießgasse 24.
Zum fünften Male nimmt der stattliche Bauern-Kalender seinen Weg hinaus in das sächsische Land. Was er bei seinem erstmaligen Erscheinen versprach, hat er treulich gehalten; er ist ein Kulturwerk geworden, auf das wir Sachsen stolz sein können. Der künstlerisch vollendet ausgestattete Kalender ist als Pionier des guten Geschmacks in das Bauernhaus gezogen, wo er vielfach der bevorzugte Lesestoff des Jahres ist, und hat dort die ärmlichen, ja oft erbärmlichen Kalendermachwerke früherer Zeit verdrängt und den Sinn für das Gute und Schöne geweckt. Aber nicht nur das! Der Bauern-Kalender ist auch ein treuer Pfleger des Schollenbewußtseins und der Heimatliebe. In jedem der vielen prächtigen Bilder von der Meisterhand A. Weßner-Collenbergs spiegelt sichs wieder: Wie schön ist doch unser liebes Sachsenland! Und aus jedem der zahlreichen, belehrenden und unterhaltenden Aufsätze klingts hervor: Wie reich ist unser Bauernland und wie kraftvoll und stark ist noch unser Bauernstand, der Urquell unserer Volkskraft. Nicht nur der Landmann wird seine Freude an dem prächtigen Kalenderbuche haben, jeder Freund des ländlichen Sachsens – und wer wäre das nicht! – wird sich mit hohem Genuß hinein vertiefen. Daß die Auswahl des Stoffes und die ganze Zusammenstellung und Ausstattung des Kalenders nichts zu wünschen übrig lassen, war nach dem, was die früheren Jahrgänge geboten haben, nicht anders zu erwarten.
Klengel.
Weicher, Dr. G. und Wiese, A. Die Augen auf! Heimatbücher für die weitere Umgebung von Dresden. Band I: Gesteine und Landschaft. Leipzig, F. Hirt & Sohn. 1926. M. 4.50. Zu beziehen vom Heimatschutz, Dresden-A., Schießgasse 24.
Ein feiner geographischer Beobachter und ein tüchtiger Photograph (Studienräte an einer Dresdner Oberrealschule) haben sich zusammengefunden, um die Heimatlandschaft wissenschaftlich zu analysieren und dem denkenden Wanderer durch Bild und kurze Beschreibung die Augen zu öffnen – zunächst für die Zusammenhänge zwischen Erdgeschichte und Landschaftsform. »Erdgeschichtliche Urkunden« haben wir einmal in den Heimatschutzvorträgen das genannt, was hier geboten wird. Die Auswahl der Bilder, ihre photographische Qualität und die technische Wiedergabe sind gleich lobenswert. Der Text ist sehr geschickt dem Raum angepaßt, kurz und klar. Die ganze Aufmachung des Quartbandes ist im besten Sinne »friedensmäßig« – eine schöne Gabe für den Weihnachtstisch!
Dr. P. Wagner.
Ein deutsches Weihnachtsspiel:
»Im Stall zu Bethlehem«
In vier Aufzügen mit Text, Buntfiguren und Anleitung zum Bühnenbau bearbeitet von M. Brethfeld und Th. Göhl