Wir bringen heute drei Abbildungen aus unserem Museum zur Weihnachtszeit. Tausende von Besuchern erlebten hier glückliche Stunden. Viele hilfsbereite Hände hatten dieses Weihnachtsglück geschaffen. In der vorhergehenden Nummer unserer Mitteilungen hat Richard Bürkner über Weihnachten im Landesmuseum geplaudert. Ich kann dieser anschaulichen Schilderung wenig hinzufügen. Es war dieses Jahr wie alle Jahre: es war alles so vertraut und bekannt und doch war alles neu. Die Christbäume erzählten lustige Kindermärchen, lange Papierketten schwebten von ihnen herab, dunkelblaue und goldne Blumen blühten, zarte Schnittarbeiten, Englein und seltsame Vögel, Sterne und allerhand Pfefferkuchen – nein, wie die verführerisch dufteten! – schmückten die Fichten, die wie immer aus Pfaffroda im Erzgebirge gekommen waren. Und von einem feierlichen Adventsleuchter fielen buntfarbige Herzen herab auf die Erde, die so etwas gebrauchen kann – zu alledem sangen frohe Menschen:

»Wenn Weihnachten ist, wenn Weihnachten ist,

Da kommt zu uns der heilige Christ.«

Sicher hat gar mancher, der daheim das Fest aller Feste (so wurde auch das Gauklerfest in Dresden benannt) nicht feiern konnte, es im Landesmuseum in seiner Herrlichkeit erlebt.

Und beim Nachhausegehen klangen alte Lieder den Kindern in der Seele:

»Nun wünschen wir auch allen eine schöne gute Nacht,

Von Samt und Seide ein Bettchen gemacht,

Von Zucker und Rosinen eine Tür,

Von Pfefferkuchen ein Schlößchen dafür

Und von Muskaten eine Schwell