In dieser langen, dunklen Winterzeit rücken sie alle näher aneinander; ihre Herzen tun sich auf, und ihr Mund singt es heraus, was an Leid und Freud tief innen wohnt. Ihr Volksdichter ist immer mitten unter ihnen, wenn auch nicht in Person, so doch in seinen Liedern. Wie der Bergmann, der mit seiner Blende den dunklen Schacht der Erde ableuchtet, so findet er im Herzen des Volkes manchen Schatz, den die neue Zeit verschüttet hat, die alte Treue und gebirgische Art, die Rechtschaffenheit, Biederkeit und Zufriedenheit, »das beste Kraitl«, das in der Welt gedeiht. Ist es nicht schlichteste, aber unzerstörbare Lebensweisheit, wenn er das Leben als Büchel besingt, in dem nur Gutes stehen soll, wenn er sagt:

»Drem war a Herz gefondn hat,

Dar sell net meh begarn,

A Harz, wos schleecht vull Lieb on Trei,

Werd of dr Walt wuhls Beste sei –

Doch ’s muß verstandn warn.«

Aber immer klingt in seinen Liedern jene wunderbare Mischung zwischen tiefem Lebensernst und Scherz auf, der allen Großmeistern der Freude eigen ist.

»Jeder Baam hot sei Astl, jeder Barch hot sa Spitz,

Jed’s Vöchla sei Nastl, jed’s Flamml sei Hitz,

’s hot alles sei Ordnung, ’s hot alles sei Zeit,