Ungern-Sternberg, Peter Georg Franz v. Malerdilettant. Geb. 15. Juli 1785; gest. 12. Januar 1868, studierte von 1802–5 Kriegswissenschaften in Dorpat und trat dann in die russische Armee, nahm aber als Stabsrittmeister seinen Abschied, um sich der Malerei zu widmen. Man kennt von ihm mehrere Porträts und Kopien nach alten Meistern.
C. Russwurm, Nachrichten über die Familie Ungern-Sternberg II S. 11, 153.
Unverhau, Martha. Malerin. Geb. 1. November 1868 in Mitau, empfing den ersten Unterricht in der [Jung-Stillingschen] Zeichenschule in Riga, arbeitete dann in Berlin unter W. Döring und Ludw. Dettmann. 1894 setzte sie ihre Studien in München unter Ludw. Herterich fort und arbeitete später noch unter Schmied-Reutle und Friedr. Fehr. Tätig in Mitau.
W. Neumann, Balt. Maler und Bildhauer des 19. Jahrh. S. 176.
Urbanowicz, Christophor v. Malerdilettant. Geb. 25. Februar 1785 zu Berken in Kurland; gest. im März 1839 in Mitau, diente als Artillerieoffizier in der russischen Armee, beschäftigte sich nach seiner Entlassung aus dem Militärdienste mit der Porträtmalerei und wirkte als Lehrer des Zeichnens und der Mathematik an verschiedenen Orten des Landes. Das Mitauer Museum besitzt von ihm ein grosses Manuskript, betitelt „der mathematische Kartonzeichner“.
Biographie von Pastor Friedr. Wilhelm Wagner in Nerft. Manusk. im Mus. zu Mitau. (Jul. Döring.)
V
Vegesack, Anna v. Malerin; lebte um die Mitte des 18. Jahrh. in Riga; gest. vor 1779. Der Berliner Akademiker Joh. Bernoulli rühmt in seiner Reisebeschreibung (VI S. 16) ein von ihr gemaltes livländisches Wappenbuch. (s. a. Gadebusch, Bibliothek, Art. Vegesack).
Viertelshauser. Maler; ist in Kurland um 1750 nachweisbar. Es gibt von ihm Jagdstücke und Stilleben.