Budewitz, Georg. Aus Mitau, besuchte die Petersburger Akademie, die ihm 7. VII. 1859 für ein in Aquarell ausgeführtes Porträt den Rang eines freien Künstlers verlieh. Lebte von 1860–1869 in Mitau und zog wieder nach Petersburg.

(J. Döring).

Budkowsky, G... D... Maler und Lithograph. Arbeitete 1840 in der Mühe’schen lithographischen Anstalt in Riga und ist hier bis um 1850 nachweisbar. Er ging nach Deutschland und später nach Italien. Von ihm: Das Porträt des Oberpastors am Dom und Konsistorialrats D. G. Bergmann. Lith. nach [G. R. Karing]. 1840. — Das Porträt des Pastors an der Jesuskirche David Wendt. Lith. 1841. — Das Porträt eines jugendlichen jüdischen Händlers. Bez. G. D. Budkowski, Baldon 1850. — Denkergruppe. — In die Welt hinausgestossen. — Egerlandschaft. — Zwei weibliche Bildnisse. — Selbstporträt.

Rigasche Stadtbl. 1840 S. 386. — Rigasche Ztg. 1871 Nº 25 und 26; 1875 Nº 116.

Bülow (Bülau), Leonhard. Genre- und Porträtmaler. Geb. 1819 in Riga; gest. 1892 in Moskau. Besuchte die Düsseldorfer Akad. bis 1842, kam dann nach Riga zurück und lebte hier bis 1856. Seit dieser Zeit führte er ein Wanderleben, bis er schliesslich Moskau zu dauerndem Aufenthalt wählte. — Von seinen Arbeiten sind zu nennen: Ariadne auf Naxos. — Weiblicher Kopf. — Zwei Greisenköpfe. — Ein Selbstporträt. 1842 (Bes. städt. Museum, Riga). — Josephs Traumdeutung. — Das Porträt des Landmarschalls Christian v. Stein († 1856) (Bes. Dom-Mus. Riga). —

Rigasche Stadtbl. 1845 S. 380. — Ztg. f. Stadt u. Land 1877 Nº 213 u. 221. — Rigasche Ztg. 1879 Nº. 28.

Büttner, Georg Heinrich. Zeichner und Porträtmaler. Geb. 20. Juli 1799 in Mitau; gest. 4. Dezember 1879 in Riga. Erhielt den ersten Kunstunterricht von dem Kupferstecher [Sam. Kütner] (s. d.) in Mitau und ging 1819 zu weiterer Ausbildung nach Dresden. Hier zeigten sich bei ihm Anzeichen von Geistesgestörtheit. Auf Veranlassung der Dichterin Wilhelmine v. Chézy wurde er auf den Sonnenstein gebracht, doch schon nach einem Jahr als geheilt entlassen. 1822 lebte er als Porträtmaler und Zeichner in Mitau, zog aber 1824 nach Riga, wo ihn ein zweiter Krankheitsfall traf, der aber auch schnell wieder vorüberging, bis im Jahre 1865 völlige Geistesumnachtung eintrat. Ausser verschiedenen Kopien nach alten Meistern von ihm: Das Porträt des Rigaschen Theaterdirektors J. Hoffmann, lith. v. Wildt. fol. — Das Porträt der Gemahlin des Oberpastors zu S. Jakob in Riga, Maria Henriette Grawe, geb. Lenz (1791–1877), gem. 1828. — Das Porträt des Rigaschen Ratsherrn Joh. Heinr. Hollander, gem. 1840. Aquar. (Bes. Oberlehrer B. Hollander, Riga).

Buhr, gen. Bunding, Johann Nikolaus. Maler. Geb. 28. Oktober 1820 in Riga; gest. daselbst im März 1874. Machte seine ersten Studien unter der Leitung des von 1830–1836 in Riga lebenden Berliner Malers Anton Kessner und ging 1838 nach Berlin, wo er Schüler von Karl Wach wurde. Eines Augenleidens wegen musste er seine Studien unterbrechen, ging aber nach seiner Herstellung wieder nach Berlin und blieb dort bis 1848. Nach Riga zurückgekehrt erteilte er Unterricht.

Rigasche Stadtbl. 1873 S. 24; 1874 S. 96.

Buschmann, Hermann Ulrich. Maler. Geb. 31. Juli 1824 zu Kasimirswahl im Kirchspiel Subbath in Kurland. Bildete sich mit Unterstützung des Besitzers von Baltensee Baron [Karl v. Budberg] zum Maler aus. Von ihm das Altarbild der luth. Kirche zu Illuxt in Kurland (Nach [Döring] Kopie nach Reni). Bekannt geworden ist ausser diesem eine Grablegung und eine 1860 gemalte Auferstehung.