Rigaer Theater- und Tonkünstlerlexikon. S. 65.

Franken, Helene v. (geb. Köber). Malerin. Geb. 19. März 1825, erhielt den ersten Unterricht von den Malern [Eggink] und [Döring] und seit 1847 von Röthing in Dresden, später von Paul v. Franken, mit dem sie sich 1851 vermählte. Mit ihrem Gemahl lebte sie anfangs in Mitau, dann in Petersburg und schliesslich in Tiflis. Hier trennten sich die Gatten und sie übernahm das Amt einer Zeichenlehrerin. 1884 kehrte sie nach Deutschland zurück. Von ihr ausser einigen Genrebildern: Das Porträt des Fürsten Lieven. (Bes. Baron A. Bruiningk, Dorpat), und das Porträt des weil. Oberhofgerichts-Advokaten C. v. Neumann. (Bes. Stadtrat v. Neumann, Mitau).

(J. Döring).

Freytag-Loringhoven, Mathilde v. Malerin und Radiererin. Geb. 30. Oktober 1860 in Kopenhagen, machte ihre ersten Studien unter dem Maler Wilhelm Strygowsky in Danzig und bildete sich weiter an der Weimarer Kunstschule, wo der Landschaftsmaler K. Buchholz, Graf Kalkreuth und Professor Max Thedy ihre Lehrer wurden. Viele künstlerische Anregung auf dem Gebiet der Radierung verdankt sie ausserdem dem Landschaftsmaler Baron Gleichen-Russwurm.

Nach Autobiographie.

Fritz, Johann Ludwig. Historienmaler. Geb. 26. April 1811 in Riga; gest. 1852 in Rom, kam 1833 auf die Dresdner Akademie und genoss daneben den Unterricht des Professors J. C. Roessler. 1837 ging er nach München und zog von dort nach Rom. Von ihm: Abschied des Tobias von seinen Eltern, 1837. (Entwurf in Tusche dazu im städtischen Museum zu Riga). — Die vier Jahreszeiten, gem. 1838. — Ganymed vom Adler des Zeus zum Olymp getragen. — Der junge Tobias mit dem Engel. — Die Propheten und Patriarchen. Gruppe aus dem Karton von Cornelius (Bes. Stadtgalerie, Riga; von ihm in Gemeinschaft mit [Th. Rickmann] ausgeführt).

Rigasche Stadtblätter 1838 S. 244; 1839 S. 3 ff. u. 201; 1868 S. 326.


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