Heydtmann, Alexander Wilhelm. Maler. Geb. um 1750 auf dem Gute Salven in Kurland; gest. in Riga, erlernte das Malerhandwerk und bildete sich auf Reisen weiter aus. 8. 1. 1773 wurde er Meister des Rigaschen Maleramts und 18. 1. 1773 Rigascher Bürger. Von 1787–1795 war er Aeltermann des Rigaschen Maleramts. Von ihm ein grosses Wandbild, die sog. Bombe Peters des Gr. im ehemaligen Hauptsaal der Stadtbibliothek, dem jetzigen Konfirmandensaale der Domkirche, 1786 von ihm nach einem Entwurf des Barons [Woldemar von Budberg] ausgeführt.
Protokolle des Rigaschen Kämmereigerichts Bd. 29 S. 209–10. — Publica des Rigaschen Rats Bd. 178 S. 324. — W. Neumann, Führer durch die Rigasche Domkirche, 1897 S. 23.
Heyne, Arthur. Maler. Geb. 8. Oktober 1876 in Mitau, besuchte 1895 die Kunstschule in Weimar und ging nach dreijährigem Aufenthalt daselbst nach München.
Hilbig, Gustav Ferdinand Alexander. Architekt. Geb. 24. Oktober 1822 in Breslau; gest. 8. Februar 1887 in Riga, besuchte die Königl. Kunst- und Bauhandwerkschule zu Breslau, dann das Gewerbe-Institut zu Berlin und schliesslich die dortige Bauakad. Von 1846–1852 war er unter Stüler beim Bau des neuen Museums in Berlin tätig und wurde nach Ablegung des Lehrerexamens 1851 als Lehrer an die neugegründete Provinzial-Gewerbeschule zu Krefeld berufen. Im April 1863 folgte er einem Rufe als Professor an das Polytechnikum zu Riga. — Zu seinen bedeutendsten Bauausführungen gehören: die Gewerbeschule in Krefeld, das Polytechnikum in Riga, die Schiffsspeicher in Mühlgraben, das Maschinengebäude des Rigaschen Wasserwerks, das chemische Laboratorium des Polytechnikums (jetzt umgebaut) und die Paulskirche in Riga.
Hilbig, Hermann Otto. Architekt. Geb. 8. Mai (26. April) 1860 in Krefeld, Sohn des [Vorigen], studierte von 1877–1881 Architektur am Rigaschen Polytechnikum und 1882/83 an der technischen Hochschule in Berlin, wurde 1884 Assistent am Rigaschen Polytechnikum und war von 1886–1893 Dozent für Bauwissenschaft an demselben. Seit seiner Niederlegung des Lehramts lebt er in Riga als freipraktizierender Architekt. Von ihm die luth. Kirche zu Bilderlingshof am Rigaschen Strande, der Ausbau des „Sandturmes“ (ehemaliger Befestigungsturm) zum Konventsquartier für die Studentenkorporation Rubonia, die Wohnhäuser Schilling (gr. Sandstr. 20), v. Haken (gr. Sandstr. 32), v. Ertzdorff-Kupfer (Ecke d. Kaisergarten- und Elisabethstr.), das eigne Wohnhaus (Basteiboulevard 9), mehrere Sommervillen in Oger bei Riga.
Nach Autobiographie.
Hiller, Porzellanmaler, lebte während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Riga. 1838 berichtet das Inland über von ihm ausgestellte Porzellanmalereien. Auf der Kunstausstellung von 1842 befanden sich von ihm: Eine Vase mit dem Bilde „Pilger in der Wüste“ nach H. Stilke (in der Gal. Raczynski, Berlin), vermutlich nach der Lithogr. v. Sprick; mehrere Tassen mit Rigaschen Ansichten und mit Porträts.
Inland 1838 S. 459.
Hindorf, Alfred. Geb. zu Laiden in Kurland am 12. Mai 1824, trat 1844 als Pionier in die preussische Armee, in der er 36 Jahre diente. 1863 wurde ihm die Oberleitung des Ausbaues der Burg Hohenzollern übertragen. 1877 mit dem Rang eines Generalmajors verabschiedet, liess er sich in Charlottenburg nieder. Von ihm: Sommermorgen auf dem Faulhorn im Mus. Richartz-Walraff in Köln. — Rügenscher Strand. — Einzug des Königs Wilhelm und des Kronprinzen an der Spitze der schlesischen Truppen in Breslau am 18. September 1866, begrüsst durch Oberbürgermeister Hobrecht, 1882. Schles. Mus., Breslau. — Kriegsszenen aus dem Feldzuge von 1866. Farb. Lithogr. in qu. fol.
S. v. Bötticher, Malerwerke des 19. Jahrh.