Rigasche Ztg. 1858 Nº 179; 1859 Nº 32; 1873 Nº 168; 1874 Nº 51.

Hoppenditzel, Niklas. Fürstlicher Baumeister in Mitau; ist als solcher vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1711 nachweisbar.

Kirchenbuch der St. Trinitatiskirche zu Mitau (J. Döring).

Hostein, Eduard v. Zeichnete in den zwanziger Jahren des 19. Jahrh. eine Reihe von Ansichten aus Reval und dessen Umgebung, die Jean Victor Adam mit Staffage versah, bei Lemourer in Paris lithographiert und von dem Kunsthändler Domenico Avanzo in Reval herausgegeben wurden. Sie stellen dar: Das kaiserliche Lustschloss in Katharinental. — Den Eingang in den Garten von Katharinental. — Die Rückseite des Domes. — Reval von der Petersburger Strasse aus. — Die grosse Strandpforte. — Die Ruinen des Brigittenklosters. — Aussicht auf Kosch. — Reval von der Dorpater Strasse aus. — Blick auf die Stadt vom Steenbockschen Hause aus. — Schloss Fall. — Reval von der Kappelschen Strasse aus. — Die Lehmpforte zu Reval. — Ansicht des Katharinentals vom Laaksberge her. — Ansicht von Worms.

Hueber, Porträtmaler aus Tyrol, wahrscheinlich der Malerfamilie dieses Namens zu Imst in Tyrol angehörend, hielt sich vom Beginn der vierziger Jahre bis etwa 1850 oder 1852 in Riga und Dorpat auf, wo er eine grosse Anzahl von Bildnissen hinterlassen hat. Mehrere Bilder seiner Hand besass der Konsul v. Wöhrmann in Riga.

Rigasche Stadtbl. 1845 S. 380.

Huhn, Karl Theodor. Historien- und Genremaler. Geb. 1. Dezember 1830 in Sissegal in Livland als Sohn des dortigen Schullehrers und Organisten; gest. 16/28. Januar 1877 zu Davos in der Schweiz. Sein früh sich zeigendes Talent veranlasste einen Kunstfreund, den Besitzer des Gutes Serbigal, v. Wulf, ihm die Möglichkeit zu weiterer Ausbildung zu gewähren. Er kam nach Petersburg und fand in dem Maler [Wilhelm Pape], in dessen Hause er wohnte, seinen ersten Lehrer. 1852 trat er in die Akad., absolvierte sie mit der gr. gold. Medaille und dem Anrecht auf ein mehrjähriges Auslandsstipendium, doch kam er erst 1863 dazu von diesem Vorrecht Gebrauch zu machen. Er ging zunächst nach Deutschland, dann zu längerem Aufenthalt nach Paris und bereiste Frankreich, Spanien, Belgien und Holland. 1868 wurde er zum Akademiker ernannt und 1870 als Professor an die Petersburger Akad. berufen. Ein zunehmendes Kehlkopfleiden zwang ihn seit 1874 seinen Aufenthalt im Süden zu nehmen. Ausser einer Anzahl Porträts, hat er eine Reihe s. Z. Aufsehen erregender Bilder des historischen Genres geschaffen, auch vier Blätter radiert und zwei lithographiert. Von seinen bedeutenderen Gemälden seien genannt: Olympische Spiele; gem. 1860 (gold. Med. S. Petersburger Akad.). — Sophie, die Tochter Witows auf der Hochzeit Wassilis; gem. 1861 (gold. Med. I der Petersburger Akad. Erworb. v. Medwednikow, Moskau). — Ikonostasis der Pokrowkirche zu Jelabug im Wjätkaschen Gouvernement, 1862 in Gemeinschaft mit W. Wereschtschagin gem. — Porträt der Schriftstellerin Markowitsch. (Paris 1863). — Anbruch der Bartholomäusnacht, 1868 gem. (Im Mus. Alexanders III. in Petersburg. Eine Aquarellwiederholung in Bes. d. Akad. Auch vom Künstler radiert). — Szene aus der Bartholomäusnacht, 1870 gem. (Bes. K. Soldatenko. Abb. in наши художн. S. 130 u. in W. Neumann, Balt. Maler u. Bildh. d. 19 Jahrh). — Italienerin, gem. 1870 (Bes. Grossfürst Wladimir Alexandrowitsch). — Kinder mit jungen Katzen am Herd, gem. 1872. (In Kaiserl. Bes.). — Das kranke Kind. (Bes. Wargunin, Petersburg. Abb. in наши художн. S. 131). — Zigeunerin mit dem Tambourin Münzen auffangend. Aquar. 1870. (In Kaiserl. Besitz). — Plafond im Treppenhause des Anitschkow-Palais in Petersburg, 1873. — Verkündigung Mariä, 1874. (In Kaiserl. Bes.). — Lagernde Italienerin, 1874. (Bes. Sasikow, Petersburg). — Die Kartenlegerin. (Bes. Konsul A. Heimann, Riga). — Die Odaliske. (Abb. in наши художн. S. 131). — Studienkopf. (Bes. Baron Girard, Reval). — Normännische Bauernstube, Skizze. (Im Städt. Mus. zu Riga). — Das Pastorat Sissegal bei aufziehendem Gewitter. (Privatbes.). — Die Höckerin, Frauentrachten in Livland. (Bes. Dr. W. Neumann, Riga). Huhn beteiligte sich neben [W. Timm] an der Illustrierung des Paulyschen Werks: Les peuples de la Russie mit 61 Chromolith. gr. fol.

W. Neumann, Baltische Maler und Bildhauer des 19. Jahrh. S. 111–114.


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