Landschaft mit Ruine, bez. „Seinem guten Vater widmet diesen ersten Versuch Carl August Senff. Rechts bez.: Senff del. links; d. 26. Juli 1789, 12o. — Ideallandschaft mit Wasserfall und antiken Figuren nach Chr. Aug. Günther, qu. 8o. — Baumlandschaft mit Bauernhaus nach F. v. Kobell, qu. 8o. — Die Hirschmühle, schlesische Landschaft, qu. 8o. — Rudera Mileti; Rudera templi Apollinis Didymaei. Illustrationen zur Dissertation des späteren Professors der Kameral-, Finanz- u. Handelswissenschaft in Dorpat F. E. Rambach: de Mileto ejusque Coloniis. Halae 1790, 12o. — Landschaft mit Kirche und Bauernhaus nach G. Chr. Schule, 8o. — Die Ruheländer Brudereichen; das Badehaus zu Salisburg, 1813 nach [E. M. Ulprecht] für die „Livona“, 12o. — Ansicht aus Ebels Garten (Wöhrmannscher Park) in Riga; die Teufelshöhle im Park zu Hinzenberg, 1815 nach [E. M. Ulprecht]; die Hofschule zu Ronneburg, 1815, 12o; für „Livonas Blumenkranz“.
b) Aquatinta.
Kosakenzug nach Karl Ad. Heinr. Hess, dem Umrisstich von Stölzel nachgestochen, qu. fol. — Die beiden Knaben (Prinz Otto Victor von Schönburg-Waldenburg und dessen Bruder Prinz Alfred) nach Chr. L. Vogel (Dresdner Gal. Kat. Nº 2189) qu. fol. — Das Kind mit dem Vogelbauer; das spielende Kind nach Chr. L. Vogel um 1800, fol. — Kinderporträt nach demselben, fol. — Landschaft mit Holzbrücke zwischen den Felsenufern eines Flusses, 8o. — Italienische Ideallandschaft, 8o. — Gartenhaus, architektonisches Blatt nach G. F. Thormeyer, kl. fol. — Gebirgslandschaft mit Wasserfall und Brücke, fol. — Die Höhle zu Liebenstein (sächs. Schweiz) bei Fackelbeleuchtung nach Wilh. Thierry, qu. 4o. — Acht Ansichten aus dem Garten zu Machern bei Leipzig nach Joh. Gottfr. Klinsky für die Beschreibung des Gartens von F. W. Glasewald, qu. fol. — Burgruine in einem Felsental, 8o. — Drei Landschaften aus Peterhof nach Skizzen des Dichters W. Joukoffsky, 1820 kl. 8o. — Grundriss der Reste des Theaters zu Bosra und Plan des Tempels zu Salamen; Theater im Schloss zu Bosra; Tempel zu Salamen; Reste des Thrones der jüdischen Prinzessin zu Bosra; Detail der Säulenordnungen am Thron der Prinzessin. Nach O. F. v. Richter in dessen „Wanderungen im Morgenlande“, herausg. von J. Ewers, qu. fol. — Ansicht von Dorpat nach einem 1803 angefertigten Gouachegemälde, 1875 noch in Familienbesitz. Kolor. Stich, der Baronin Karoline v. Löwenwolde, geb. v. Meyendorff gewidmet, gr. qu. fol. — Ausblick vom Senffschen Garten, um 1820, 4o. — Antike Ruine mit Jägern, 1822 qu. 8o. — Antike Burgruine mit Viehherde, 1822 qu. 8o. — Ruinen eines gewölbten dreischiffigen unterirdischen Raumes, 1822 qu. 8o. — Neunzehn Tafeln, die Baulichkeiten der Universität Dorpat darstellend, 1827 nach [W. Krause] in der Festschrift zum 25 jährigen Jubiläum der Universität, gr. fol. — Das Schwarzhäupterhaus in Riga nach [J. Chr. Brotze], 8o. Titelblatt zur Gesch. d. Schwarzhäupter von G. T. Tielemann, Riga 1831. — Zwei Hefte mit 25 Kupfertafeln: Vorzeichnungen für Anfänger, nebst Text, fol. 4o. — Drei Hefte mit 24 Tafeln: Baum- und Blumenstudien, fol. Heft 2 in 4o (Die Entwürfe dazu, teils farbig, teils in Tusche oder Sepia ausgeführt in der Universitätsbibliothek zu Dorpat). — Zwei Hefte mit 18 Tafeln: Vorzeichnungen für Anfänger im Landschaftszeichnen. Mit Text, fol. — Geometrische Zeichenlehre. Ein Schulbuch für die Schulen der Ostseeprovinzen. 70 Tafeln in 4o. 167 Seiten Text in 8o, 1828.
Vervielfältigungen nach seinen Zeichnungen.
Partie aus den englischen Anlagen in Leipzig, gestoch. v. Grünler 1792, qu. 8o. — Titelbild zu einer Ausgabe lateinischer Klassiker, gestoch. v. dems. 1793, 8o. — Portr. des F. C. Laukhard, gestoch. v. J. G. Schmidt, Dresden 1793, 8o. — Der Abschied der Tochter, gestoch. v. C. Schule, 1793, 12o. — Bauerntanz, gestoch. v. Grünler, 12o. — Der weinende Knabe, gestoch. v. dems. 12o. — Zwölf verschiedene Städteansichten und Volkstrachten zu einem Reisewerke, gestoch. v. dems, 12o. — Sechzehn Zeichnungen aus dem Kinder- und Tierleben zu einer Herausgabe von Fabeln. Rad. v. Sam. Gränicher, 12o. — Estnischer Bauer auf dem Markte, rad. v. [Jul. Senff], 4o. — Portr. des Prof. G. F. Parrot, lith. v. [W. Krüger], fol. — Portr. des Prof. J. Fr. L. Schmalz, lith. v. Schabert, 1832, fol. — Portr. des Dr. Karl Ed. Senff, lith. v. [Schlater], fol. — Diplom für die Mitglieder des sächs. Weinbauvereins in Aquatinta ausgeführt, qu. fol.
W. Neumann, Karl August Senff. Ein baltischer Kupferstecher. Reval 1895. — Balt. Monatsschr. Bd. 38 S. 91 ff. — K. Morgenstern, Dörptische Beiträge für Freunde der Philosophie usw. Bd. 1 S. 206, Bd. 3 S. 492 ff. — Rigasche Stadtblätter 1815 Nº 23; 1816 S. 415; 1817 S. 225. — Inland 1836 S. 37 u. 38. — D. A. Rowinsky: словарь грав. порт. IV. S. 669/70.
Senff, Karl Julius. Maler und Architekt. Geb. 11. Dezember 1804 in Dorpat, Sohn des [Vorigen], gest. auf einer Studienreise in Mailand 19. April 1832, studierte von 1823–27 an der Universität Dorpat und genoss daneben den Unterricht seines Vaters. Als Student verfasste er ein Lehrbuch der Perspektive für Landschaftsmaler zum Selbststudium, (erschienen 1825). Seine preisgekrönte Arbeit: „Systematische Darstellung der Hauptsätze der Geometrie im Raume“, wurde auf Kosten der Universität gedruckt. Zu weiterer Ausbildung begab er sich ins Ausland, promovierte 1830 in Jena und studierte dann in Prag und Wien Architektur, worauf er in Begleitung seines Onkels, des Malers Karl Adolf Senff (des jüngsten Bruders von [Karl August S].) Italien bereiste. Auf der Rückreise erkrankte er und wurde bewusstlos nach Mailand gebracht. Er war zum Professor der Architektur an der Universität Dorpat designiert. Von ihm: Estnischer Bauer auf dem Dorpater Markt. Radierung nach einer Zeichnung des [Vaters]. — Portr. eines jungen Mannes in Kürassieruniform, 1828. Lith. fol. — Portr. des Professors N. Lobry, 1828. Lith. 4o. — Zehn Illustrationen in Aquatinta zu seinem Werk: Die Domkirche zu St. Veit in Prag. Berlin 1831, fol.
W. Neumann, Karl Aug. Senff, Reval 1895 S. 37, 38. — Balt. Monatsschr. Bd. 38 S. 91 ff.
Senff, Karoline (s. [Schilling]).
Sidaw (Sydau), Christian. Porträtmaler. Geb. 16. August 1682 in Mitau, wahrscheinlich als Sohn eines gleichnamigen herzogl. „Cantzelisten“; nachweisbar noch 1758. Ausser einigen anderen Bildnissen besitzt das Museum in Mitau von ihm ein Selbstporträt, das ihn im Alter zwischen 50 und 60 Jahren darstellt. Auf der Rückseite in alter Schrift: Christian Sidaw natus ao 1682, 16. August.