Sie spielten lange, und endlich gewann der Riese das Spiel.

Der arme Fischer war traurig, sehr traurig, denn er liebte sein Kind. Die Frau war auch traurig, und sie weinte sehr viel, denn sie liebte das Kind auch, und sie sagte:

»Ach lieber, lieber Mann! Warum haben Sie mit dem Riesen Schach gespielt? Warum haben Sie das liebe Kind darauf gewettet? Jetzt nimmt der böse Riese das liebe Kind. Wir werden kein Kind haben!« Und die arme Frau weinte bitterlich.

Der Riese, der die gute Frau weinen hörte, sagte endlich: »Nun, gute Frau. Das Kind ist mein, aber da Sie so traurig sind, so werde ich es bis morgen hier lassen. Morgen komme ich, das Kind zu holen. Aber wenn Sie das Kind verstecken können, so daß ich es nicht finden kann, dann werden Sie das Kind behalten können.«

Die arme Frau weinte noch, aber sie war doch froh, daß sie den Knaben bis morgen behalten konnte, und der starke Riese ging fort.

Dann sagte die Frau zu ihrem Manne: »Ach, lieber Mann, wie können wir das Kind verstecken? Der Riese ist klug (weise), er ist sehr klug. Er wird den Knaben finden. Ja, er wird ihn gewiß finden.«

»Ja wohl,« sagte der Mann, »der Riese ist klug, er ist klüger als wir. Er wird den Knaben gewiß finden. Aber liebe Frau, wenn wir das Kind nicht gut verstecken können, so wird der Gott Wuotan es vielleicht thun können. Wir wollen zu Wuotan um Hülfe beten.«

»Ja,« sagte die Frau, »das ist ein guter Einfall, wir wollen zu Wuotan um Hülfe beten.«

Der Mann und die Frau beteten lange, und endlich hörte Wuotan ihr Gebet.

»Was wollen Sie, meine guten Leute (Männer und Frauen), was wollen Sie? Warum beten Sie so laut?« fragte Wuotan.