Der Riese ging fort, und die Frau sagte zu Wuotan: »Ach, guter Gott Wuotan, helfen Sie uns wieder. Wir können den Knaben nicht gut genug verstecken. Helfen Sie uns wieder!«

»Nein,« sagte Wuotan, »ich habe Ihnen schon einmal geholfen. Jetzt kann ich Ihnen nicht mehr helfen!« und der Gott Wuotan ging fort.

Dann weinte die arme Frau bitterlich, bis der Mann sagte: »Liebe Frau, das Weinen hilft nichts. Wir müssen beten, wir müssen zu Hönir beten. Vielleicht wird uns Hönir helfen!«

Die beiden Eltern beteten zu Hönir, und endlich hörte der Gott Hönir ihr Gebet. Er hörte, kam zu ihnen und fragte:

»Nun, gute Leute, warum beten Sie so laut um Hülfe?«

»Ach, lieber Hönir,« antwortete der Mann. »Helfen Sie uns! Morgen kommt der kluge Riese, um das Kind zu nehmen, wenn wir es nicht so gut verstecken, daß er es nicht finden kann. Wir können das Kind nicht gut genug verstecken, denn wir sind nicht klug genug. Helfen Sie uns, lieber Hönir, helfen Sie uns, bitte, bitte.«

Dann sagte der gute Gott Hönir: »Ja, ich will Ihnen helfen. Ich will den Knaben verstecken, und ich kann ihn so gut verstecken, daß der Riese ihn nie finden kann.«

Hönir nahm das Kind und er versteckte es in eine kleine Feder. Die Feder versteckte er in einen Schwan. Der Schwan konnte gut schwimmen, und der Schwan schwamm immer auf dem See.

Am Morgen kam der Riese. Er klopfte an die Thür. Die Frau machte die Thür auf. Der Riese sagte:

»Guten Morgen, liebe Frau. Ist das Kind versteckt?«