Sie konnte nicht warten, bis sie nach Hause kam, um den Deckel ein wenig zu heben, sah aber nichts als dürre Birkenblätter!

Da fing sie an zu weinen, warf zwei Hände voll Birkenblätter aus dem Korbe, und ging traurig nach Hause.

Als sie dorthin kam, rief ihre Mutter laut:

»[Ums] Himmelswillen, Kind, was ist los mit der Spindel, die du mir gestern heimgebracht hast? Sie ist sicher verhext, denn ich habe heute den ganzen Tag gewunden, und der Faden kam nicht zu Ende, bis ich laut rief: ›Ein böser Geist muß dies gesponnen haben!‹«

Dann erzählte Betty ihrer Mutter alles, was ihr in dem Birkenwalde begegnet war, und die Mutter sagte:

»Ach, das war eine Waldfrau, oder ein Moosweiblein! Sie sind gute Geister. Sie thun uns nichts zu [leide], und wäre ich nur nicht ungeduldig gewesen, so hätte ich ein ganzes Zimmer voll Faden gehabt. Die Waldfrauen sind den guten Mädchen immer behülflich!«

Da dachte Betty: »Vielleicht hat sie noch eine Spindel Faden unter die dürren Blätter versteckt? Ich muß suchen!«

Wieder hob sie den Deckel des Korbes auf, und siehe, da waren statt dürrer Birkenblätter lauter schöne Goldmünzen.

»Ach Mutter, siehe doch diese schönen Goldmünzen an!« rief das entzückte Mädchen.

Die Mutter war auch entzückt und sagte: